AK Test: Luxus Führerschein - Dickicht bei Preisen 1

Preisersparnisse möglich, jedoch Preisvergleiche schwierig

Wien (OTS) - Die Gesamtausbildung für den B-Führerschein kostet durchschnittlich 1.550 Euro - hinzu kommen noch bis zu 250 Euro für Lernunterlagen, Erste Hilfe-Kurs, Arzt und Behörden. Damit kostet der Führerschein um ein Drittel mehr, als das mittlere monat-liche Nettoeinkommen (1.300 Euro) ist. Das zeigt eine bundesweite AK Erhebung (au-ßer OÖ) bei knapp 320 Fahrschulen. "Preisersparnisse sind drinnen", sagt AK Wirt-schaftsbereichsleiterin Kubitschek, "aber Vergleiche sind aufwändig und schwierig, weil Endpreis nicht gleich Endpreis ist." Denn: Fahrschulen bieten bundesweit kaum vergleichbare Ausbildungspakete an. Außerdem hängt der Endpreis davon ab, wie viele Zusatzfahrstunden ein Fahrschüler nehmen muss, um prüfungstauglich zu sein, und wie viel die zweite Phase kostet. "Der Führerschein ist Luxus, wo ohnehin in den letzten Monaten das Leben so extrem teuer geworden ist", sagt Maria Kubitschek.

Was kostet der B-Führerschein inklusive zweiter Phase (gerechnet mit 18 Fahrstunden)

Bundesland billigster teuerster Schein Differenz Durchschnitt Wien 1.204 Euro 1.583 Euro 379 Euro 1.482 Euro Burgenland 1.360 Euro 1.661 Euro 301 Euro 1.515 Euro NÖ 1.327 Euro 1.895 Euro 568 Euro 1.685 Euro Steiermark=) 1.089 Euro 1.800 Euro 711 Euro 1.467 Euro Kärnten 1.360 Euro 1.679 Euro 319 Euro 1.545 Euro Salzburg 1.365 Euro 1.703 Euro 338 Euro 1.516 Euro Tirol 1.213 Euro 1.715 Euro 502 Euro 1.482 Euro Vorarlberg 1.560 Euro 1.771 Euro 211 Euro 1.706 Euro *)ohne Aktionspreise im Mai

Vorarlberg, Niederösterreich und Kärnten haben österreichweit die höchsten Durch-schnittspreise. Zwischen der teuersten Fahrschule in Niederösterreich und der günstigsten in Graz liegen mehr als 800 Euro. Selbst innerhalb eines Bundeslandes können die Preisunter-schiede beträchtlich sein: So beträgt die Differenz in der Steiermark zwischen billigstem Ausbildungsangebot in Graz und teuerstem in Kindberg 711 Euro. "Preisvergleiche lohnen sich, auch in der näheren Umgebung oder in einem anderen Bundesland", sagt Kubitschek, "aber man braucht Zeit und muss genau fragen." Denn Fahrschulen bieten unterschiedliche Mindestpakete an - gesetzlich vorgeschrieben sind nur zwölf Fahrstunden - "je nach Kön-nen und Fortschritt des Fahrschülers" können noch zusätzliche Fahrstunden anfallen. Bei durchschnittlich rund 50 Euro pro Stunde kann das den Preis in die Höhe treiben. Und: Hin-zu kommt noch die zweite Phase, die meist nicht im Gesamtpreis enthalten ist. Laut AK Test nutzen 96 Prozent der Fahrschulen das Web, aber nur 45 von 307 Homepages - 18 in Wien - geben Preise zumindest für die erste Phase richtig an.

Die AK hat Ende Mai die Preise für die B-Mehrphasen-Ausbildung durch das Marktfor-schungsinstitut Kreutzer, Fischer & Partner bei 319 Fahrschulen (außer OÖ) erheben las-sen. Im Preis sind die vergleichbaren Gesamtkosten für 18 Fahrstunden (durchschnittlicher Bedarf, waren früher gesetzlich vorgeschrieben) Theorie, Einschreib-, Prüfungsvorberei-tungs-, Versicherungsgebühr (ohne Erste-Hilfe-Kurs, Lernunterlagen, Arzt, Behörden).

(Forts.)

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