"Jugend-Bischof" Lackner: Weltjugendtag hat prägende Kraft

Großereignis in Sydney zeigte, dass die Kirche jung und eine globale Gemeinschaft ist

Graz, 24.7.08 (KAP) Mit "vielen bewegenden Eindrücken" und positiven Erfahrungen ist der österreichische "Jugend-Bischof" Franz Lackner vom Weltjugendtag in Sydney nach Österreich zurückgekehrt. Der Weltjugendtag sei ein "geistliches Ereignis mit prägender Kraft" gewesen, an das sich die Jugendlichen noch lange erinnern werden, sagte Lackner nach der Rückkehr aus Australien-Reise in einem "Kathpress"-Gespräch.

Die Weltjugendtags-Pilger hätten beim gemeinsamen Feiern, Beten und Nachdenken über den Glauben erfahren, dass "der Glaube über die eigenen Grenzen hinaus verbindet und die katholischen Kirche eine globale Gemeinschaft ist", so Lackner: "Die jungen Christen aus aller Welt symbolisierten auf hervorragende Weise die Globalität und Universalität der Weltkirche".

Dass die Kirche "auch jung" sei, stelle einen seiner wesentlichsten Eindrücke in Sydney dar. Aber auch das starke Miteinander der verschiedenen spirituellen Gruppen in der Jugend und die Erfahrung der christlichen Gastfreundschaft in Familien, Pfarren und Schulen seien eine bleibende positive Erinnerung.

Bei seinen Katechesen auf dem Weltjugendtag habe er versucht, den Jugendlichen zu zeigen, "wie der Heilige Geist als Seele der Kirche wirkt und in den unterschiedlichen Gaben aller, die sich der Kirche zugehörig fühlen, zur Entfaltung kommen kann", so Lackner. "Ich weiß, dass es für junge Menschen besonders wichtig ist, ihren Ort in der Kirche und ihre Berufung zu finden", sagte der Bischof. Es gebe unterschiedliche Formen missionarischen Wirkens, immer aber sei das Ziel, "eine positive Spannung von Gottesbeziehung und Menschenfreundlichkeit zu suchen und zu finden".

Besonders erfreut war der österreichische "Jugend-Bischof" über die Begegnungen mit den 750 Jugendlichen aus Österreich, die nach Sydney gekommen waren. "Sie haben in Australien stellvertretend für viele junge Christen in unserem Land 'Taborstunden', Begegnungen mit Gott, erleben dürfen", ist Lackner sicher. Er hofft nun, dass die österreichischen Weltjugendtags-Pilger ihre Erfahrungen von einer "Kirche mit hoffnungsfrohem, jugendlichen Antlitz" weitergeben.

Die Organisation des Weltjugendtages habe sehr gut funktioniert, so Lackner. Überrascht habe ihn die große Offenheit der Menschen in der "religiös indifferenten Weltstadt Sydney", die die gläubigen Jugendlichen aus aller Welt freundlich aufgenommen hätten. "Die Zeitung 'Sunday Telegraph' hat getitelt: 'How our cynical city got swept up by spirit'. Diese Schlagzeile zeigt die Strahlkraft des Weltjugendtags auf Sydney", sagte der "Jugend-Bischof". (ende) K200806716
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