Fachverband der Mineralölindustrie: "Starker Wettbewerb am heimischen Treibstoffmarkt - Mineralölkonzerne agieren marktkonform"

Häufige Preisänderungen beweisen Dynamik und Volatilität des Marktes

Wien (OTS) - Der österreichische Verbrauchsanteil am weltweiten Ölmarkt beträgt 0,31 %. Anlässlich des ersten Zwischenberichts der Bundeswettbewerbsbehörde über die Mineralölmärkte hält der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) fest, dass sich die österreichische Mineralölindustrie daher dem internationalen Marktgefüge nicht entziehen kann. Der Treibstoffmarkt ist durch einen harten Wettbewerb gekennzeichnet. Neben dem Staat ist für das Preisgefüge an den heimischen Tankstellen vor allem die Entwicklung am Spotmarkt in Rotterdam ausschlaggebend.

Die österreichweit unterschiedlichen und im regionalen Wettbewerb sich schnell verändernden Preise machen den Kampf um Marktanteile deutlich. Der Treibstoffmarkt ist einer harten Konkurrenzsituation ausgesetzt. Das volatile Marktverhalten und zum Teil beträchtliche Preisunterschiede beweisen, dass es in Österreich keinen Mangel an Wettbewerb gibt. Zum Zwischenbericht der BWB-Untersuchung werden die Mineralölunternehmen und der Fachverband nach eingehender Analyse Stellung zu den konkreten Vorwürfen nehmen.

"Die Mineralölunternehmen halten sich streng an die gesetzlich vorgeschriebenen Preisauszeichnungskriterien. Dass sich Preise regelmäßig ändern, zeigt wie dynamisch und volatil dieser Markt und wie sehr die Preiskalkulation der einzelnen Mineralölunternehmen an den Spot-Markt gebunden ist", erklärt Dr. Christoph Capek, Geschäftsführer des Fachverbands der Mineralölindustrie (FVMI).

Angebot und Nachfrage sind ausschlaggebend für die Preisbildung

Die Rotterdamer Notierungen für Benzin und Diesel spiegeln den Weltmarkt wider und sind maßgeblich für die heimische Gestaltung der Treibstoffpreise. Preis bestimmend sind in einer freien Marktwirtschaft immer Angebot und Nachfrage. Österreich kann sich von der internationalen Marktentwicklung nicht ausnehmen.

Der Ruf nach einer amtlichen Preisregelung führt sich selbst ad absurdum: "Die Forderung nach einem staatlichen Einheitspreis beim Treibstoff - die bei keinem anderen Produkt erhoben wird - käme einer Abschaffung der Marktwirtschaft gleich und würde daher einen Rückgriff auf unwirksame Instrumente der Vergangenheit bedeuten", so Capek.

Mineralölindustrie sichert flächendeckende Versorgung

Die Mitgliedsunternehmen des FVMI bieten selbst und auch über ihre Tankstellen Arbeitsplätze und investieren in Versorgungssicherheit. Die Mineralölfirmen nehmen eine flächendeckende Versorgungsaufgabe wahr, 365 Tage im Jahr, oft rund um die Uhr. Sie versorgen nicht nur Ballungsgebiete, sondern auch periphere Lagen, haben dafür weite Transportwege und eine aufwändige Lagerhaltung. Treibstoffe von Markentankstellen sind von konstant geprüfter, erstklassiger Qualität.

Österreich hat überdies besonders strenge Umweltvorschriften, die für alle Marktteilnehmer gelten. Die Treibstoffqualität in Österreich ist europäische Spitze, seit Jahren werden ausschließlich praktisch schwefelfreie Treibstoffe angeboten. Die seit 1.10.2007 flächendeckende Beimischung von Biokomponenten zu Diesel und Benzinen ist einmalig in Europa.

Über den FVMI

Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) ist eine bundesweite Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer Österreich und als gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied zwischen Wirtschaft und Öffentlichkeit. Mitglieder sind österreichische Unternehmen, die Rohöl aufsuchen und fördern (upstream), in Pipelines transportieren (midstream) und in eigenen oder konzernverbundenen Raffinerien verarbeiten sowie Mineralölprodukte vertreiben (downstream).

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