Umfangreiche Bauarbeiten an der Arlbergbahnstrecke

Ab 09. August sind 17 Tage ÖBB-Postbusse zwischen Landeck und Bludenz unterwegs

Wien (OTS) - (Landeck, Bludenz 24.07.2008) An mehr als zwanzig Einsatzstellen wird entlang der Arlbergbahnstrecke zwischen Landeck und Bludenz ab Samstag 09. August mit Hochdruck gearbeitet. Als Hauptschauplätze gelten die Sanierung der Viaduktbögen sowie die intensiven Arbeiten am Neubau der Landecker Eisenbahnbrücke. Weiters werden die Arbeiten zur sicherheitstechnischen Aufrüstung des Arlbergbahntunnels weiter fortgesetzt. Für die ÖBB-Fachdienste wird die 17-tägige Sperre zudem für zahlreiche Erhaltungstätigkeiten genutzt. Entlang der 90 km langen Bahnstrecke zwischen Ötztal und Bludenz werden verschiedenste bahnspezifische Arbeiten durchgeführt. Brücken und Signalanlagen werden überprüft und mehrere Bahnhofsweichen in den Verkehrsstationen getauscht. Weiters wird die Umsetzung des Tunnelsicherheitsprogramms, mit beleuchteten Handläufen und Fernsprechern am Portal, weiter fortgesetzt. Bis zum 25. August wird für die Reisenden ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit modernen ÖBB-Postbussen zwischen Landeck/Zams - ab 23. August ab dem Bahnhof Ötztal - bis nach Bludenz eingerichtet. Nachtzüge werden großräumig über Deutschland umgeleitet. Für die Mobilität der Kunden werden die Busse im August zusätzlich rund 200.000 km zurücklegen. Die Bauarbeiten entlang der S16 Arlbergschnellstraße durch die Asfinag bei Braz/Vorarlberg wurden nach Absprache mit den ÖBB in die Nachtstunden verlegt um die Einschränkungen auf den Busersatzverkehr so gering wie möglich zu halten.

ÖBB-Postbusse sichern mit über 40 Bussen die Mobilität der Kunden Von Samstag 09. August, 07.00 Uhr, bis Montag 25. August, 21.30 Uhr, wird der gesamte Zugverkehr auf der Bahnstrecke zwischen Landeck und Bludenz eingestellt. Für die Dauer der Sperre wird für alle Reisezüge ein Schienenersatzverkehr mit ÖBB-Postbussen eingerichtet. In den letzten drei Tagen (23. bis 25.08.) steigen die Kunden bereits am Bahnhof in Ötztal auf die Ersatzbusse um. Die Haltestellen für die Busse befinden sich jeweils an den Bahnhofsvorplätzen. Die Mitarbeiter der ÖBB sind bemüht die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten, dennoch ist je nach Straßenverkehrslage mit einer Verzögerungen der Zugabfahrt am jeweiligen Bahnhof von 5-10 Minuten zu rechnen. Über 40 Busse aus der ÖBB-Postbusflotte sowie von Busunternehmen aus der Region werden die Mobilität der Reisenden zwischen Tirol und Vorarlberg sichern. In Summe werden in den 17 Tagen die Buslenker mehr als 200.000 zusätzliche Kilometer für die Kunden unterwegs sein.

Umleitung von Nachtzügen über Lindau - Auto im Reisezug bis und ab Innsbruck
Die EuroNight-Züge 466 und 467 "Wiener Walzer" der Strecke Zürich -Wien West sowie der Nachtzug 246 und 247 Bregenz - Wien werden über Lindau - München - Salzburg umgeleitet. Zusätzlich werden für diese Züge ersatzweise Postbusse auf der Ausfallstrecke zwischen Salzburg -Innsbruck - Bludenz und umgekehrt angeboten. Ebenso über Deutschland umgeleitet wird die Nachtzugverbindung Zürich - Graz (EN 465 und EN 464). Für die Reisenden ab Feldkirch wird ein eigener Zug mit einer um 2 Std. vorverlegten Abfahrtszeit (ab Feldkirch 21:25 Uhr) eingerichtet. Bei diesem Zug können auch die Autos verladen werden. Auf der Ausfallstrecke Feldkirch - Innsbruck - Bischofshofen fahren ersatzweise Busse. Beim Autoreisezug der untertags zwischen Wien -Feldkirch fährt ist aufgrund der Sperre ein Transport von Autos nur bis und ab Innsbruck möglich. Auf der Strecke Graz - Feldkirch (OEC 668 und 669) entfällt bis zum 25. August der Autotransport.

Information der Bahnkunden unter www.oebb.at und 05-1717
Für die umfassende Information der Reisenden haben die ÖBB die Abweichungen vom Planverkehr in die elektronische Fahrplaninformation eingearbeitet. Auskünfte bekommen alle Kunden zudem im ÖBB-CallCenter unter der Nummer 05-1717 (Österreichweit zum Ortstarif) an den Ticketschaltern und im Internet unter www.oebb.at. Die Änderungen im Zugverkehr und Details über den Schienenersatzverkehr werden den Reisenden zusätzlich durch Informationsblätter sowie durch Lautsprecheransagen in den Bahnhöfen bzw. im Zug bekannt gegeben. Rund um die Uhr Einsatz zur Sanierung der Viadukte bei Landeck Kernstück der Streckensperre sind die umfangreichen Arbeiten zur Sanierung der Viaduktbögen an der Landecker Eisenbahnbrücke über den Inn. Bei insgesamt sechs historischen Bahnviadukten wurden die Sanierungsmaßnahmen letztes Jahr abgeschlossen, die restlichen drei folgen in der heurigen Streckensperre. Vorbereitet werden zudem die Tragwerke und die Auflagebereiche. Nachdem die beauftragte Firme die Stahlteile erst später liefern kann, hat das Projektmanagement der ÖBB-Infrastruktur Bau AG nun eine rasche Lösung für die endgültige Fertigstellung gefunden. Die neue 1.400 Tonnen schwere Stahlbogenbrücke wird im Zuge einer 48-stündigen Sperre Anfang November endgültig neu eingeschoben. Gemeinsam mit den Lärmschutzelementen am Viadukt sowie am Brückengeländer wird es nach Fertigstellung eine spürbare Entlastung des Lärmpegels für die Anrainer geben.

Arbeiten an über 20 Stellen zwischen Ötztal und Bludenz
Um die Sperre gleich mehrfach auszunützen, erfolgen zeitgleich entlang der Strecke von Ötztal bis Bludenz an mehr als 20 Stellen verschiedenste Bauarbeiten. Im Arlbergtunnel werden die sicherheitstechnischen Maßnahmen weiter vorangetrieben. Bereits sechs Kilometer feste Fahrbahn - damit Straßenfahrzeuge für Einsätze in den Tunnel fahren können - wurden errichtet. Neue Weichen gibt es für die Bahnhöfe in St. Anton, Langen und Wald am Arlberg. Ebenfalls mehr Sicherheit gibt es für den Moltertobeltunnel auf Tiroler und dem Wildentobeltunnel auf Vorarlberger Seite. Auf rund drei km Länge wird in den beiden Tunnels ein neuer Kabeltrog als ebener Randweg neben den Gleisen hergestellt. Zudem werden die Vorbereitungsarbeiten für die Installierung von beleuchteten Handläufen, Fernsprechern an den Tunnelportalen sowie einer Fluchtwegbeschilderungen getroffen. Auf Tiroler Seite wird der 80 Meter lange Wolfsgrubenviadukt saniert. Genützt wird die Sperre der Bahnstrecke auch für Ausholzungsarbeiten sowie Mäharbeiten entlang der Gleisanlagen. Weiters werden Brückentragwerke kontrolliert und die Signalanlagen gewartet. Ein eigener Kanalspülzug wird, um Verstopfungen zu vermeiden, Verrohrungen und Wasserdurchlässe reinigen.

Umfangreiche Bautätigkeiten auf der Bahnstrecke Feldkirch - Buchs Um die Arlbergbahnsperre effizient auszunützen, wird von Samstag 09. August, 09 Uhr, bis Freitag 15. August, 24 Uhr, der Zugverkehr auf der Strecke von Feldkirch bis Buchs für Erhaltungsarbeiten eingestellt. In den sieben Tagen werden Bahnschwellen auf rund 1,6 km Länge ausgetauscht, zudem werden drei Weichen im Ausfahrbereich des Bahnhofes Feldkirch in Richtung Buchs getauscht. Weiters werden Vorbereitungsarbeiten für die zukünftige Netzkuppelung zwischen dem ÖBB und dem SBB-Bahnstromnetz durchgeführt. Während der Sperre sorgen ÖBB-Postbusse ersatzweise für die Mobilität der Reisenden.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und Gütern. Mit rund 43.000 MitarbeiterInnen und Gesamterträgen von 5,7 Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes. Im Jahr 2007 wurden von den ÖBB 448 Mio. Fahrgäste und 97 Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

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Rene Zumtobel
Pressesprecher Tirol/Vorarlberg
ÖBB-Holding AG
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e-mail: rene.zumtobel@oebb.at

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