ARBÖ-Kärnten-Pleite: Justiz startet Ermittlungen.

Staatsanwalt leitet wegen NEWS- Enthüllung Ermittlungsverfahren gegen geschäftsführenden Vizepräsidenten des ARBÖ-Kärnten ein.

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe, dass die Staatsanwaltschaft Klagenfurt unter der Aktenzahl 2 St 89/08p-3 Ermittlungen gegen den geschäftsführenden Vizepräsidenten des in Konkurs befindlichen ARBÖ-Kärnten eingeleitet hat.

Staatsanwalt Franz Simmerstatter hat das Landeskriminalamt aufgrund der NEWS-Enthüllungen im Artikel "Rote Freunderlwirtschaft" (Heft 24/08) mit Erhebungen gegen Wolfgang Schober wegen des Verdachts der Untreue (§ 153 StGB), des Verdachts der betrügerischen Krida (§ 156 StGB) und des Verdachts der fahrlässigen Krida (§ 159 StGB) beauftragt.

Auch zur zweiten Zentralfigur im roten Kärntner Pleitenskandal, den früheren ARBÖ-Landesgeschäftsführer Andreas Kraßnitzer, gibt es neue Enthüllungen:

Kraßnitzer hatte als ARBÖ-Landesgeschäftsführer eine Gage von 85.000 Euro brutto im Jahr plus Auto. Daneben konnte er als Geschäftsführer des ARBÖ- Kärnten-Tochterunternehmens "ASS" allein im Jahr 2006 Honorarnoten über 107.440 Euro stellen. Zudem hatte er als Geschäftsführer der FSZ Arnoldstein, an der der ARBÖ-Kärnten beteiligt ist, Anspruch auf eine Gage von 75.000 Euro brutto im Jahr.

Noch am 11. Juli 2008 - also bei bereits anhängigem Insolvenzverfahren - bekam Kraßnitzer 18.000 Euro unter dem Titel "Vereinbarung 2006" überwiesen. An die Firma "Fam. Schober Limited" wurden am selben Tag noch 6.000 Euro ausbezahlt. Die mehr als 50 Mitarbeiter des Kärntner ARBÖ bekamen bereits seit Mai 2008 keinen Gehalt ausbezahlt.

Seit Montag hat Kraßnitzer einen neuen Job. Er ist jetzt Landesgeschäftsführer der Kärntner SPÖ.

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