Faymann: "Trete an, um Bundeskanzler zu werden und Land zu gestalten"

SPÖ-Spitzenkandidat schließt Koalition mit Strache-FPÖ aus - Für offene Diskussion über soziale Fragen in EU

Wien (SK) - Gast im ORF-"Report" war Dienstagabend der designierte SPÖ-Vorsitzende Werner Faymann, der bekräftigte, dass er antrete, "um Bundeskanzler zu werden und das Land zu gestalten". Eine Koalition mit der "Strache-FPÖ und Jörg Haider" schloss Faymann neuerlich aus:
"Es ist klar, dass man vor einer Wahl sagt, mit wem keinesfalls eine Koalition gebildet wird" - über alles andere habe der Wähler zu befinden, denn "der ist am Wort und der hat zu entscheiden, wie stark man ist". In Sachen EU tritt Faymann für eine "offene Diskussion" ein - es gelte, auf wesentliche offene Fragen, wie z.B. Beschäftigung, Bürgernähe und Lohndumping, breit einzugehen, so Faymann, der betonte, dass die SPÖ für Europa sei und um "direktes Zugehen auf Kritiker bemüht" sei. ****

Die Information über EU-Themen werde er künftig "breiter anlegen" - auch deshalb, weil es so gelingt, "schneller von einer Form- zu einer Inhaltsdiskussion zu kommen", betonte Faymann im Gespräch mit Johannes Fischer. Faymann bekräftigte weiters die Notwendigkeit einer Volksabstimmung im Falle des Vorliegens eines neuen Vertrags. Es sei ein "falscher Ansatz", wenn man davon ausgeht, dass die Bevölkerung bei Volksabstimmungen automatisch Nein sage, plädierte der SPÖ-Vorsitzende für umfassende Information wie es sie etwa auch im Vorfeld des österreichischen EU-Beitritts gegeben hat.

Faymann sprach sich weiters gegen "Schlammschlachten" und "Beschimpfungen" aus: "Ich möchte darstellen, was ich tun möchte, um das Land zu gestalten. Aber ich möchte mich nicht auf die Ebene gegenseitiger Beschimpfungen herabbegeben". Es sei jedenfalls sein klares Ziel, dass die "SPÖ Erster wird und den Bundeskanzler stellt", wenn das "gelingt, wird es auch in der ÖVP zu einigen Änderungen kommen", zeigte sich Faymann davon überzeugt, dass es überall Menschen gibt, die "zusammenarbeiten wollen und auch Brücken bauen wollen". (Schluss) mb

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