Familienverband: Klarheit bei der Pflegedebatte schaffen

Der Familienverband fordert ein österreichweites Pflegekonzept und die Abschaffung von Regress und Vermögensgrenze bei Pflege und Betreuung.

Wien (OTS) - "Es ist erfreulich, dass über die Anhebung des Zuschusses zur 24-Stunden-Betreuung nachgedacht wird", sagt Irene Kernthaler-Moser, Vizepräsiden-tin des Katholischen Familienverbandes. Sie erinnert daran, dass der Familienverband bereits im Jänner darauf hingewiesen hat, dass die Kosten für die Legalisierung der 24-Stunden-Pflege trotz Zuschuss für viele Familien unerschwinglich werden. Zu diesem Ergebnis kam jetzt eine vom Sozialministerium in Auftrag gegebene Studie, die vorige Woche veröffentlicht wurde.

"Die 24-Stunden-Pflege ist ein kleiner Teilaspekt des Pflegebereiches", sagt Kernthaler-Moser und fordert die Regierung auf, die restlichen 95 Prozent der Pflege- und Betreuungsfäl-le nicht im Regen stehen zu lassen. "Wir brauchen kein Stückwerk sondern ein österreichwei-tes Gesamtkonzept zur Pflege", so die Vizepräsidentin. Der Katholische Familienverband fordert eine bessere Einstufung der Demenzkranken, die regelmäßige Valorisierung des Pfle-gegeldes, die Abschaffung des Regresses und eine adäquate pensionsrechtliche Anerkennung er Pflegetätigkeit. "Immerhin", so Kernthaler-Moser, "ist die Betreuung innerhalb der Familie - egal ob bei pflegebedürftigen Kindern oder pflegebedürftigen älteren Menschen - für den Staat um ein Vielfaches günstiger ist als die institutionelle Betreuung in einem Pflegeheim."

"80 Prozent der Pflegebedürftigen werden innerhalb der Familie betreut. Daher brauchen die Menschen gerade im Bereich der Pflege und Betreuung Sicherheit", so die Vizepräsidentin. Sie fordert die Bundesregierung auf, in der Pflegedebatte Klarheit zu schaffen und damit nicht bis nach der Wahl zu warten.

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