GBH zu I-Pensionen: Endlich Ansätze für gerechte Lösung

BM Buchinger schlägt richtige Richtung ein und räumt mit Vorurteilen auf

Wien (GBH/ÖGB) - Die heute präsentierten Ergebnisse der Arbeitsgruppe zur Invaliditätspension stimmen mich zuversichtlich, dass im Bereich der Invaliditätspensionen nun endlich ein richtiger und zielführender Weg eingeschlagen wird," zeigt sich der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) erfreut, "es ist außerdem erfreulich, dass endlich mit dem Vorurteil aufgeräumt wird, die Invaliditätspensionen würden zahlenmäßig steigen und die Menschen würden sie für eine `Flucht in die Frühpension´ nutzen. Denn diese immer wieder gebrauchten Aussagen sind mehr als unfair jenen gegenüber, die sich oft sprichwörtlich `kaputt gearbeitet´ haben.++++

Die drei Kernansätze der Arbeitsgruppe - Stärkung von Prävention und Rehabilitation sowie das Schließen der Gerechtigkeitslücken für Ungelernte - sind aus Sicht der Gewerkschaft Bau-Holz sehr zu begrüßen. Die GBH fordert vor allem seit langem eine deutliche Stärkung der Präventionstätigkeit und ein eigenes Präventionsgesetz, wie es auch BM Buchinger heute vorgeschlagen hat. Gerade für eine Forcierung der Prävention müssen allerdings auch entsprechende finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.

Holper: "Endlich soll - zumindest in Härtefällen - auch die Arbeitsmarktsituation in die Beurteilung einfließen. Zahlreichen Menschen wurde eine Invaliditätspension verwehrt, weil es eine rein theoretische Möglichkeit gegeben hätte, einen nur theoretisch vorhandenen Arbeitsplatz zu finden. Das nützt niemandem! Was wir brauchen, sind endlich praxisorientierte Lösungen!"

Dies gelte, so Holper weiter, auch für eine komplette Überarbeitung der Schwerarbeitsregelung, die leider immer noch nicht in Sicht sei. Die ArbeiterInnen in den Bau-, Holz- und Steinbranchen, die oft Schwerstarbeit leisten, sind öfter als andere aus gesundheitlichen Gründen gezwungen, vor Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters aus dem Beruf auszuscheiden. Holper: "Für sie gilt es, taugliche Lösungen zu finden, anstatt sie wie bisher oft auch noch dafür zu `bestrafen´, dass sie ihr Leben lang schwere Arbeit geleistet und nun die gesundheitlichen Folgen zu tragen haben. BM Buchinger ist mit dieser Arbeitsgruppe im Bereich der Invaliditätspensionen einen wesentlichen Schritt in die richtige Richtung gegangen. Im Sinne der betroffenen ArbeitnehmerInnen hoffe ich sehr, dass diese Vorschläge auch von einer künftigen Bundesregierung rasch umgesetzt werden."

ÖGB, 22. Juli 2008 Nr. 433

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