Silhavy: Elternteilzeit für alle Eltern muss umgesetzt werden

VID-Studie zeigt Notwendigkeit der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Wien (OTS) - Frauenministerin Heidrun Silhavy sieht sich in ihrer Forderung nach der Notwendigkeit der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch die am Dienstag veröffentlichten Ergebnisse des Instituts für Demographie (VID) bestätigt. "Die Familienpolitik der letzten Regierungen hat die Vereinbarkeit erschwert und Frauen aus dem Arbeitsmarkt gedrängt. Als wegweisend wird hier die Flexibilisierung des Kindergelds erkannt", so Silhavy. Nun gelte es, als nächste Schritte den Rechtsanspruch auf Elternteilzeit für alle Eltern, die sich in einem Angestelltenverhältnis befinden, umzusetzen und als Alternative zur Zuverdienstgrenze beim Kindergeld eine Arbeitszeitgrenze einzuführen.****

"Elternteilzeit muss unabhängig von der Betriebsgröße und der Betriebszugehörigkeit möglich sein", betonte die Frauenministerin. Derzeit können nur Eltern diese Möglichkeit in Anspruch nehmen, die länger als drei Jahre in einem Betrieb mit mehr als 20 MitarbeiterInnen beschäftigt sind.

Die Frauenministerin wies darauf hin, dass sowohl die Elternteilzeit als auch die Einführung einer Arbeitszeitgrenze beim Kindergeld die Partnerschaftlichkeit fördern würde. "Es ist keine Frage, dass es diese beiden Maßnahmen vor allem Vätern ermöglichen, ihren Teil der Familienarbeit leichter zu übernehmen", so Silhavy, die darauf hinwies, dass es vielen Vätern, die gerne eine Zeit lang für die Kindererziehung beruflich kürzer treten würden, nicht möglich ist, eine Baby-Pause zu nehmen, da sonst das Familieneinkommen zu sehr absinken würde. "Teilzeitbeschäftigung mit Kündigungsschutz - wie das sowohl bei der Elternteilzeit als auch bei der Arbeitszeitreduktion im Rahmen des Kindergeldbezugs gegeben ist - eröffnet mehr Chancen auf Väterbeteiligung. Und das wollen wir unterstützen", betonte Frauenministerin Silhavy.

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