"KURIER"-Kommentar von Nicholas Bukovec: "Buhlen im rechten Eck"

Wenn gleich drei Parteien auf das Thema Ausländer setzen, wird es heftig.

Wien (OTS) - Spätestens seit dem Wochenende ist klar: Die Ausländerfrage wird eines der großen Themen in diesem Wahlkampf. Mit ÖVP, FPÖ und BZÖ gibt es gleich drei Parteien, die damit punkten wollen.
Wobei die ÖVP mehr denn je entschlossen ist, rechts von sich möglichst wenig Platz zu lassen. Sie kritisiert ungewohnt scharf die "Ausländer-Gettos" in Wien und fordert eine härtere Gangart gegen kriminelle Zuwanderer.
Das zwingt die Populisten von FPÖ und BZÖ dazu, nachzulegen, um noch aufzufallen. Was dabei herauskommt, sind menschenunwürdige Aktionen wie das Herumschieben von angeblich straffällig gewordenen Asylwerbern von einem Bundesland ins nächste.
Tatsache ist, dass es Probleme mit kriminellen Ausländern gibt. Die dürfen nicht geleugnet oder schöngeredet werden. Wieder einmal zeigt sich aber, dass das Thema in einem Wahlkampf schlecht aufgehoben ist.
Vor allem der ÖVP muss auch klar sein, dass sie sich mit einem allzu scharfen Kurs ein Problem für die Zeit nach der Wahl schafft. Schwarze Granden verkünden ja derzeit fast täglich, wie lieb ihnen eine Koalition mit den Grünen wäre. Die macht sich die ÖVP mit einem "Law and Order"-Kurs sicher nicht zum Freund.

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