Neu erworbenes Wiener Porzellan-Service (1815) in der aktuellen Sonderausstellung "OASEN DER STILLE" im Liechtenstein Museum

Wien (OTS) - In der Ära von Konrad Sorgenthal (1735-1805) erlebte die Wiener Porzellanmanufaktur einen enormen Aufschwung. Nach den ersten beiden Jahrzehnten an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert setzte vor allem der Wiener Kongress neue Impulse: Für alle Familien des europäischen Hochadels war es nahezu eine Verpflichtung, aus Wien auch Porzellane in die Heimat mitzubringen oder befreundete Familien damit zu beschenken.

Als kostbares kaiserliches Geschenk scheint das von den Fürstlichen Sammlungen neu erworbene Service, um 1815 entstanden, an die römische Familie Barberini gelangt zu sein, die es später an die Familie Corsini weiter vererbte. Das Service ist aufgrund seines reichen Reliefgolddekors und der Bemalung mit üppigen Blumenmotiven ein besonders schönes Beispiel für die Leistungsfähigkeit der Wiener Manufaktur, die sich damals auf ihrem Höhepunkt befand und in Europa durch keine andere Manufaktur übertroffen werden konnte.

In der Ausstellung OASEN DER STILLE, die noch bis 18. November 2008 im LIECHENSTEIN MUSEUM zu sehen ist, setzt dieser aktuellste Ankauf der Fürstlichen Sammlungen einen Akzent, der die Lebenslust der Zeit um den Wiener Kongress dokumentiert.

Weitere Informationen zur Sonderausstellung OASEN DER STILLE
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