Kranzl: Österreich erreicht drei Prozent-BIP Forschungsquote

Kranzl: Positive Bilanz trotz schwierigem Regierungspartner

Wien (SK) - Staatssekretärin Christ Kranzl zog heute Bilanz über die Maßnahmen in ihrem Zuständigkeitsbereich Forschung und Technologie, Luft- und Schifffahrt. Trotz "einer schwierigen Situation, geprägt durch einen Regierungspartner, der sich ausgezeichnet hat durch Blockaden", wurden im BMVIT zahlreiche Verbesserungen sowie Neuinitiativen durchgesetzt. Als herausragendes Beispiel nannte sie die Forschungsquote. "Österreich ist einer der wenigen EU-Staaten, der an der drei Prozent Quote des BIP bis 2010 festhält", betonte Kranzl. ****

Da die Forschungsquote höchstwahrscheinlich erreicht werden kann, will sich Kranzl nun in Richtung vier Prozent bewegen. Sie hob hier besonders die Forschungsaktivitäten der Länder Wien und Steiermark hervor, die dieses Ziel realistisch werden lassen. Darüber hinaus unterstrich sie: "Laut einer WIFO-Studie können mit einer Investition von einer Milliarde Euro langfristig rund 50.000 Arbeitsplätze geschaffen werden."

Künftig will Kranzl die Programme des BMVIT "inhaltlich verstärken", so etwa beim Thema Umwelt und alternative Energie. Für sie steht im Mittelpunkt, CO2-Emissionen zu senken, doch gleichzeitig die Mobilität am Boden, auf dem Wasser und in der Luft zu sichern. Die Staatssekretärin setzt auf Umwelt- und Energietechnologien und daher auf die weitere Forcierung erneuerbarer Energie, wie Wasser, Wind und Sonne. Österreichische Unternehmen haben in diesem Forschungsbereich größtes technologisches Know-how und seien wettbewerbsfähig, so Kranzl.

Verkehr muss trotz Senkung der Co2-Emissionen leistbar bleiben

Zu den steigenden Verkehrsprognosen sagte Kranzl: "Forschung und Entwicklung in Mobilitätstechnologien ist ein weiterer Bereich, in den wir investieren müssen." So forderte sie: "Die Zukunft wird nicht nur mehr Verkehr bringen, dieser muss auch leistbar bleiben, umweltfreundlich und sicher sein." Ihre Vorschläge dazu sind alternative Antriebssysteme, wie zum Beispiel Elektroautos, Hybrid, oder Brennstoffzellenautos; neue Werkstoffe und Motoren beispielsweise im Flugzeugbau zur Minderung der Treibstoffkosten und CO2-Emissionen; außerdem Sicherheitstechnologien im Fahrzeug und im Infrastrukturbereich, Stichwort Warnsysteme. Besonders wichtig sei ihr, so Kranzl, die Erzeugung umweltverträglicher Treibstoffe, ohne dabei die Herstellung von Lebensmittel zu gefährden. So sollen zur Herstellung von Biotreibstoff Gräser und Abfälle verwendet werden, anstelle von Nutzpflanzen, forderte sie.

Erfolgreiche Projekte "FEMTech", Innovationsscheck und "Forschung macht Schule"

Besonders stolz zeigte sich Kranzl über die erfolgreich umgesetzten Forschungsprojekte. Allen voran nannte sie dabei den Innovationsscheck für Klein- und Mittelunternehmen (KMU) im Rahmen des Projekts "Forschung schafft Arbeit" als Anreiz zu Forschungsaktivitäten. Die Zahlen sprechen für sich: 1.435 solche Schecks wurden bereits von KMUs beantragt. Auch der Kritik der OECD, zu wenig Dienstleistungsbetriebe seien im Forschungsbereich aktiv, konnte anhand des Schecks nachgekommen werden. "Es kommt nicht auf die Größe eines Unternehmens an, sondern auf die Ideen", betonte Kranzl. Diese können sich auch sehen lassen, so die Staatssekretärin, "Österreich erhielt bereits positive Anerkennung durch die EU-Kommission." Das Projekt "Forschung macht Schule" gemeinsam mit dem Unterrichtsministerium soll das Qualifikationsdefizit österreichischer Absolventen im Bereich Naturwissenschaft und Technik ausgleichen. In Salzburg startet dieses bereits im heurigen Schuljahr. Zur Förderung von Frauen in der Forschung rief Kranzl das Projekt "FEMTech" ins Leben. Sie forderte trotzdem weiterhin ein eigenes Forschungs- und Innovationsministerium, um auch Frauen verstärkt unterstützen zu können.

Auch im Bereich der Schifffahrt wurden zahlreiche Verbesserungen durchgeführt. Unter anderem wurden zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt für ein Flottenförderungsprogramm, im Zuge dessen Schiffe auf umweltfreundliche Motoren umgestellt werden. Weiters wird neben der Sicherstellung des ökologischen Donauausbaus im Rahmen des Flußförderungsgesamtkonzepts in die sichere Donauschifffahrt durch das Donau River Information Service (DoRIS) investiert. Dabei werden 15 Millionen Euro für das Terminalförderprogramm zum Ausbau von Einrichtungen für den Umschlag Straße/Schiene auf das Schiff im kombinierten Verkehr investiert.

Nationalplan soll Luftfahrt ökologischer gestalten

Der "Nationalplan Luftfahrt 2020" und das Forschungsprogramm "Take off" sind die maßgeblichen Meilensteine im Bereich der Luftfahrt. Ziel des Aktionsplans ist, so Kranzl: "Österreich fit für die Anforderungen des Flugverkehrs der Zukunft und der damit verbundenen Wirtschaft zu machen. Es gilt den steigenden Mobilitätsbedarf der Gesellschaft unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte abzudecken und andererseits gleichzeitig damit die Wettbewerbsfähigkeit der Luftfahrtbranche zu sichern und auszubauen." Im Rahmen von "Take off" unterstützt der Bund die Erstellung effizienter, sicherer und klimaschutzorientierter Lufttransportsysteme, die Ausbildung qualifizierter Techniker, sowie die Intensivierung kooperativer Forschungsprojekte. " In den ersten fünf "Take Off"-Ausschreibungen wurden 64 Projekte mit 22,5 Millionen Euro gefördert", berichtete Kranzl. (Schluss) df

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