Hradecsni: Pseudo-Gütesiegel hilft weder KonsumentInnen noch HerstellerInnen

Grüne enttäuscht über Vorschlag des Ökosozialen Forums

Wien (OTS) - "Es ist sinnvoll und wichtig Produkte auszuzeichnen, die unter schonendem Umgang mit Ressourcen und von sozial verantwortlich handelnden Unternehmen artgerecht produziert werden" so Bettina Hradecsni, KonsumentInnenschutzsprecherin der Grünen zu den jüngsten Plänen von Franz Fischler bzw. des Ökosozialen Forums. "Es muss dafür aber ein einheitliches Gütesiegel entwickelt werden, das aufgrund festgelegter Kriterien vergeben wird und dessen Einhaltung von unabhängiger Stelle überprüft wird. Man erweist den KonsumentInnen keinen guten Dienst, wenn dem ´Gütezeichen-Dschungel´ ein weiteres Siegel hinzugefügt wird - noch dazu mit einem äußerst einfallslosen und nichtssagenden Namen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass den KonsumentInnen bei ´gut so´ klar ist, was damit ausgezeichnet werden soll", erklärt Hradecsni.

"Die Gütesiegel-Verordnung muss dahingehend reformiert werden, dass für die KonsumentInnen erkennbar ist, ob ein Produkt aus Österreich stammt", so Hradecsni und weiter: "Bisher muss mindestens 50 Prozent der Wertschöpfung in Österreich erfolgen, um ein Produkt als österreichisch zu bezeichnen. So trägt derzeit beispielsweise Marillenmarmelade schon dann die Auszeichnung ´Made in Austria´, wenn nur das Glas aus Österreich stammt, die Herkunft der Marillen aber unbekannt bleibt", erläutert Hradecsni abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001