Meinl Bank: Richtigstellung zu profil-Behauptungen

Zu den im aktuellen profil aufgestellten falschen Behauptungen hält die Meinl Bank fest:

Wien (OTS) - Profil setzt die Ablösezahlung seitens MEL für die Ablöse der Verträge mit der Meinl Bank ausschließlich in Relation zur vertraglich vereinbarten Managementgebühr, die sich auf Basis des Immobilienportfolios errechnet. Tatsächlich sind in der genannten Summe von 280 Millionen Euro (davon 160 Mio. Cash, 120 Mio in MEL-Papieren) enhalten:

  • die Ablöse des Managementvertrages für sechs Jahre
  • die Ablöse des Lizenzvertrages für sechs Jahre
  • das Entgelt für ein dreijähriges Konkurrenzverbot
  • das Entgelt für zwölf Monate Serviceleistungen an MEL zur reibungslosen Übergabe des Managements

Tatsächlich liegt die Ablösesumme deutlich unter einem Betrag, der sich durch die Diskontierung der künftigen Erträge für die Meinl Bank ergeben würde. In den nächsten drei Jahren wird MEL schrittweise Projekte mit einem Investitionsvolumen von rund 3,4 Mrd. Euro fertigstellen, wodurch das Immobilienvermögen (und damit die Berechnungsgrundlage für die Managementgebühr) weiter massiv anwachsen wird.

Der Berechnung der Ablösesumme liegt darüber hinaus eine Bewertung (Fairness Opinion) einer namhaften Schweizer Investmentbank zugrunde.

Weiters behauptet profil, dass das Management von MAI und MIP aus Personen bestehe, die "allesamt Vertraute von Julius Meinl" seien. Das ist schlicht und einfach falsch. Die Boards bestehen vielmehr mehrheitlich aus Personen, die kein Naheverhältnis zu Julius Meinl haben. So stehen zum Beispiel weder der Chairman der MIP, Hans Haider, oder der Chairman der MAI, Louis Turpen, in einem solchen Naheverhältnis, noch sind sie in irgendeiner Weise von der Meinl Bank abhängig.

Profil behauptet auch zum wiederholten Male, dass der Erwerb von vier Millionen MIP-Zertifikaten durch JM Marketing und Trading auf Risiko der Anleger erfolgte.
Tatsächlich trug das volle Risiko für die übernommene Platzierungsgarantie zu jeder Zeit die Meinl Bank.

Falsch ist auch die von profil aufgestellte Behauptung, dass die Ermittlung der Ablösesummen der Verträge bei MIP und MEL durch dieselbe Investmentbank, Lazard, erfolgt sei. Tatsächlich wurde die Berechnung der Ablösesumme bei MEL nicht von Lazard, sondern von einer Schweizer Investmentbank durchgeführt.

Ebensowenig wurde die Transaktion mit Citi/Gazit gegen die Stimmen der Kleinanleger durchgesetzt, wie von profil behauptet. Vielmehr haben an der außerordentlichen Hauptversammlung am 16. Juli aufgrund der Vollmachtsformulare tausende Anleger teilgenommen, wesentlich mehr als bei jeder Hauptversammlung zuvor. Da weder die Partly Paid Shares noch die MEL-eigenen Zertifikate an der Abstimmung teilgenommen haben, kam das Votum für die Transaktion allein durch den Streubesitz zustande,

Da in den vergangenen Wochen immer wieder Medienberichte unter Bezugnahme auf den Prüfbericht der OeNB erschienen sind, weist die Meinl Bank darauf hin, dass in dem den Medien vorliegenden Text die zeitlich nachfolgenden Stellungnahmen der Meinl Bank nicht berücksichtigt sind. Darin konnten die meisten relevanten offenen Fragen zur Zufriedenheit der OeNB-Prüfer geklärt werden. Der den Medien vorliegende Bericht gibt somit nach dem Verständnis der Meinl Bank keineswegs die abschließende Meinung der Bankenaufsicht wieder.

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