FCG Schnedl: Wir werden kräftig zulangen müssen!

Inflation muss abgefangen werden, Steuerreform ist überfällig

Wien (FCG) - Kein Verständnis für Aussagen mancher Wirtschaftsforscher zur Inflationsproblematik hat der Bundesvorsitzende der Christgewerkschafter, ÖGB-Vizepräsident Norbert Schnedl: "Wenn manche sagen, bei den kommenden Lohnrunden sollte Zurückhaltung geübt werden, um die Lohn-Preis-Spirale nicht weiter anzuheizen, so ist das absolut nicht nachvollziehbar. Das ist purer Nonsens. Die Industrie, Erdölkonzerne und manche Lebensmittelkonzerne sind durch ihre Preispolitik Verursacher des Problems. Sie haben ihre Gewinne bereits eingestreift. Daher ist auch bei den kommenden Lohnrunden keine Zurückhaltung angebracht. Im Gegenteil, wir werden kräftig zulangen müssen, um die Kaufkraft zu erhalten!"

Einerseits müssen die Lohn- und Gehaltsrunden zum Kaufkrafterhalt beitragen, andererseits müssen durch eine Steuerreform kleine und mittlere Einkommensbezieherinnen und -bezieher so schnell wie möglich deutlich entlastet werden. Als Sofortmaßnahme muss das Phänomen der sog. "kalten Progression" durch Valorisierung der Steuerstufen ausgeschaltet werden. "Jetzt müssen jene entlastet werden, die noch Steuern zahlen. Dabei muss die Entlastung jedenfalls für Einkommen bis 5000 Euro brutto greifen. Seitens der Politik ist dringender Handlungsbedarf gegeben. Es ist unverständlich, dass zum Beispiel die Inflation von der Stadt Wien durch eine Gebührenlawine noch zusätzlich angeheizt wurde. Ein Gebührenstopp auf Bundes- Länder- und Gemeindeebene ist das Gebot der Stunde! Wien sollte die jüngsten Gebührenerhöhungen schleunigst zurücknehmen", fordert Norbert Schnedl.

Positiv bewertet wird von Schnedl die von Vizekanzler Mag. Molterer bereits umgesetzte Anhebung des Pendlerpauschales und des Kilometergeldes, die Aussetzung bzw. Verringerung des Arbeitslosenversicherungsbeitrages für kleine Einkommen sowie das Aussetzen von Gebührenerhöhungen auf Bundesebene. "Das ist wichtig und notwendig gewesen. Politik mit Handschlagqualität ist eben etwas anderes, als ständige Ankündigungen und Versprechungen, die dann nicht eingehalten werden", schließt Schnedl.

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