Koalitionsbruch - Neuwahlen - weltweite Börsenkrise

Pensionskassen-Geschädigte bleiben auf der Strecke

Wien (OTS) - Die Lösung der Probleme bei der 2. Säule der Altersversorgung, den Pensionskassenpensionen, ein Fixpunkt im Koalitionsabkommen der Regierungsparteien, ist durch den abrupten Übergang von Regierungsarbeit zu Wahlkampf auf der Strecke geblieben. Gespräche und konstruktive Vorarbeiten der Politiker mit dem PEKABE, dem Schutzverband der Pensionskassenberechtigten, bleiben solcherart ohne jegliches Ergebnis.

In der Zeit einer weltweiten Börsenkrise sind davon eine halbe Million Pensionskassenberechtigte und ihre Angehörigen unmittelbar betroffen, denn für die Bezieher von Pensionskassenpensionen zeichnen sich per 1. Jänner 2009 schon wieder schmerzliche Verluste ab, wonach mit teilweise mehr als 10 Prozent Pensionskürzung zu rechnen ist. Der Zweckoptimismus des Chefs des Fachverbandes der Pensionskassen (Ö1 Morgenjournal 19.7.) kann darüber nicht hinwegtäuschen - auch nicht durch bewusstes Verschweigen der Kürzungen der Pensionsansprüche der Anwartschaftsberechtigten - dass hier eine Zeitbombe auch für zukünftige Pensionsbezieher tickt. Eine unerträgliche Situation, welche die Lebensfähigkeit der zweiten Säule der Altersvorsorge in Österreich infrage stellt, solange die genetischen Defekte des Pensionskassengesetzes nicht saniert werden.

Im Wahlkampf wird wieder einmal von allen Parteien viel versprochen (und nachher wenig gehalten) werden. Der PEKABE wird daher die Anliegen einer so starken Wählergruppe wie jener der Pensionskassenberechtigten, mit Angehörigen handelt es sich immerhin um nahezu eine Million Wahlberechtigte, in die Wahlkampfdiskussion einbringen und unbeirrt darum kämpfen, dass die nächste Regierung endlich die bereits zugesagte Sanierung des Pensionskassensystems in Angriff nimmt und somit jene Arbeit leistet, die uns die derzeitige Regierung schuldig geblieben ist.

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Günter Braun
Pressesprecher des PEKABE - Schutzverband der Pensionskassenberechtigten
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