- 04.07.2008, 10:36:28
- /
- OTS0070 OTW0070
Erster Prä-Pandemie-Impfstoff zugelassen
In der EU wurde erstmals ein Impfstoff zugelassen, der bereits vor dem Ausbruch einer Pandemie gegen das H5N1-Vogelgrippevirus eingesetzt werden kann
Wien (OTS) - Die nächste Grippe-Pandemie ist nach Experten-Meinung
statistisch gesehen bereits überfällig. Niemand weiß genau, wie der
Erreger aussehen wird, es ist jedoch wahrscheinlich, dass er aus dem
H5N1-Vogelgrippevirus hervorgeht. Influenza H5N1 kann zu schweren
Erkrankungen bei Vögeln und Menschen führen. Bisher wurden bei der
WHO 382 Infektionen von Menschen in 14 Ländern gemeldet. In der
Bevölkerung besteht bisher in der Regel keine Immunität gegen das
H5N1-Virus, so dass dies der Ursprung einer Pandemie sein könnte.
Durch ein neues Adjuvanssystem, das das Immunsystem unterstützt, ist
der Prä-Pandemie-Impfstoff gegen verschiedene H5N1-Virusvarianten
wirksam. Eine Reihe von Regierungen hat bereits Interesse an einer
Bevorratung des Impfstoffs bekundet.
Durch die Impfstoff-Forschung von GlaxoSmithKline wurde nun ein
Meilenstein erreicht und es können voraussichtlich zwei große
Herausforderungen bei Eintreten einer Pandemie gemeistert werden. Die
erste Herausforderung ist, dass der Erreger nicht genau vorhergesagt
werden kann. Durch das völlig neue Adjuvanssystem im prä-pandemischen
Impfstoff kann nun die Immunantwort so verstärkt werden, dass
eventuell auch derzeit noch unbekannte Virus-Stämme abgedeckt werden
könnten. Die zweite Herausforderung: Es müssen große Mengen von
Impfstoff produziert werden. Der prä-pandemische Impfstoff zeigt
durch das Adjuvanssystem einen Antigen-sparenden Effekt. Die nötige
Antigenmenge im Impfstoff kann reduziert werden, so dass die
Produktion von größeren Mengen an Impfstoff möglich wird.
In den ersten Monaten nach dem Ausbruch einer Pandemie sollen
antivirale Medikamente die schlimmsten Symptome lindern und eine
ungehinderte Ausbreitung eindämmen. Der Bevorratung mit antiviralen
Medikamenten wird daher eine besondere Bedeutung beigemessen.
Zugleich soll nach Ausbruch der Pandemie ein spezifischer
Pandemie-Impfstoff produziert werden, der jedoch aufgrund der
Komplexität der Impfstoffherstellung erst vier bis sechs Monate
später zur Verfügung stehen würde. Ein Prototyp eines solchen
Pandemie-Impfstoffs von GlaxoSmithKline wird demnächst
voraussichtlich ebenfalls in der EU zugelassen. Bei diesem Prototyp
handelt es sich um das Rezept für den Impfstoff, dem im Pandemiefall
als letzte Zutat Bestandteile des aktuellen Pandemie-Erregers
beigesetzt werden.
GlaxoSmithKline unterstützt Regierungen, Gesundheitsbehörden und
interessierte Unternehmen weltweit bei deren Vorbereitungen auf eine
Pandemie. Bisher wurden bereits zwei Milliarden Dollar in die
Impfstoffentwicklung und die Erhöhung der Produktionskapazitäten
investiert. GSK hat bereits in den 90er Jahren die Grundlage für ein
umfassendes Pandemie-Impfstoffprogramm gelegt, indem der Standort
Dresden kontinuierlich aufgebaut und weiter entwickelt worden ist.
Allein am Standort Dresden wurden 125 Millionen Euro eingesetzt, um
ab 2008 die Menge der produzierten Impfstoffe verdoppeln zu können.
Detaillierte Infos, Packungsfoto und Quellenhinweise finden Sie
unter http://www.glaxosmithkline.at/journalistin-press.html
Rückfragehinweis:
Martha Bousek
GlaxoSmithKline Pharma GmbH
Tel. + 43 1 97075-501
[email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GSK






