AK Tumpel: Zahl der Arbeitssuchenden noch immer auf unbefriedigend hohem Niveau

Die Zeit muss genutzt werden, um für den Konjunkturabschwung gewappnet zu sein

Wien (OTS) - "Noch hält die Konjunktur, die Unternehmen beschäftigen deswegen mehr Menschen und die Arbeitslosigkeit sinkt erfreulicherweise weiter. Aber, wir müssen uns auf einen deutlichen Rückgang des Wirtschaftswachstums vorbereiten - das sagen uns die Wirtschaftsforscher", kommentiert AK-Präsident Herbert Tumpel die aktuellen Zahlen zum österreichischen Arbeitsmarkt. Die Inflation und massiv steigende Energiepreise werden ihre Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen, wenn die Regierung nicht rasch handelt. Der AK-Präsident verlangt, dass die Vorschläge der Sozialpartner für den Arbeitsmarkt und der Aktionsplan zugunsten der älteren ArbeitnehmerInnen vom Wirtschaftsminister rasch und konsequent umgesetzt werden. "Das Wichtigste aber ist eine deutliche Entlastung der Arbeitnehmer mit kleinen und mittleren Einkommen bei der nächsten Steuerreform. Denn die Wirtschaftsentwicklung muss durch mehr Kaufkraft im Inland abgesichert werden", so Tumpel. Und: Angesichts des für das nächste Jahr prognostizierten Wiederanstiegs der Arbeitslosigkeit darf der heimische Arbeitsmarkt nur sehr behutsam für neue Arbeitskräfte geöffnet wird.

172.658 registrierte Arbeitslose und 46.459 Personen in Arbeitmarktmaßnahmen des AMS bedeuten insgesamt einen Rückgang der Zahl der Arbeit Suchenden um 14.900 oder 6,4% gegenüber dem Juni des Vorjahres. Nicht profitieren von der aktuellen Arbeitsmarktentwicklung kann die Gruppe der über 50-jährigen Arbeitssuchenden. Das zeigt der Anstieg der registrierten Arbeitslosigkeit um 2,3%.

Zur Absicherung der guten aktuellen Arbeitsmarktentwicklung über mögliche konjunkturelle Probleme hinaus verlangt die AK daher:
+ Eine deutliche Entlastung der ArbeitnehmerInnen bei der kommenden Steuerreform - vor allem jener mit kleinen und mittleren Einkommen, einem ausgebauten Steuerbonus für die Kleinstverdiener und einer Erhöhung und Ökologisierung der Pendlerpauschale.
+ Eine vollständige Arbeitsmarktöffnung erst im Jahr 2011
+ Die rasche Realisierung der Sozialpartner-Vorschläge für eine Offensive zur Fachkräfteausbildung im AMS und zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen älterer ArbeitnehmerInnen.

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