Leitl will Konjunkturpaket, um Erfolgskurs Österreichs fortzusetzen

WKÖ-Präsident freut sich über erfolgreiche Wirtschafts- und Sozialbilanz Österreichs 2007 - aber es muß jetzt Vorsorge für rückläufiges Wirtschaftswachstum 2009 getroffen werden

Wien (PWK513) - "Österreichs Betriebe haben 2007 über 65.000 neue Arbeitsplätze geschaffen und soviel wie noch nie an Steuern und Sozialversicherungsabgaben an die öffentliche Hand abgeliefert. Damit leisten unsere Unternehmen einen unverzichtbaren Beitrag zum österreichischen Gesundheits- und Pensionssystem. 2007 wurden überdies über 30.000 neue Unternehmen geschaffen und es gab 10.000 Lehrstellen mehr als 2005. Das vergangene Jahr war sowohl für die heimische Bevölkerung als auch für die heimische Wirtschaft mit einem realen Wachstum von 3,4 Prozent überaus erfolgreich." Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, freut sich über die positive Entwicklung Österreichs, wie sie heute, Montag, bei der Präsentation des "Wirtschaftsbericht Österreich 2008" durch die Spitzen der Bundesregierung dokumentiert wurde.

"Österreichs Wirtschaft geht es besser als der in den meisten anderen europäischen Ländern. Und Österreich ist auch ein Hauptgewinner der europäischen Integration und der EU-Erweiterung. Wir müssen aber schon jetzt Vorsorge gegen ein rückläufiges Wirtschaftswachstum treffen. Für 2009 zeigen alle Wachstumsindikatoren nach unten. Im kommenden Jahr soll das Wachstum nur rund 1,5 Prozent betragen, was statt 50.000 nur 10.000 neue Jobs und erstmals seit Jahren wieder einen Anstieg der Arbeitslosigkeit bedeutet," verlangt Leitl von der Bundesregierung ein Konjunkturpaket.

Neben einer Steuerreform, welche vor allem den Wirtschaftsstandort (Wegfall von Bagatellsteuern) sowie Klein- und Kleinstunternehmer (Sechstel-Begünstigung analog des 13./14. Gehalts) entlastet, müssten jetzt endlich die Effizienzpotentiale einer Verfassungs- und Verwaltungsreform gehoben werden. Die Inlandsnachfrage könnte durch einen Fokus der Wohnbauförderung auf die thermische Sanierung angekurbelt werden, was auch beitrage, Energie zu sparen und die angepeilten Klimaziele zu erreichen. Die Funktion des Exports als Wachstums- und Beschäftigungsmotor müsse wiederum durch eine Stärkung der Exportoffensive "Go international" unterstützt werden. Und nicht zuletzt müssten Regierung als auch EU-Kommission schnell Maßnahmen gegen die hohe Inflation einleiten: "Hier geht es einerseits um die Einhaltung eines fairen Wettbewerbs, auch um eine internationale Eindämmung der Finanzspekulation auf Öl und Lebensmittel, wie dies Vizekanzler Molterer vorgeschlagen hat. Andererseits brauchen wir eine kurzfristige Unterstützung von Haushalten und Transportwirtschaft gegen die explodierenden Spritpreise."

Gerade jetzt, so Leitl, ist die Regierung aufgerufen, alle notwendigen Maßnahmen einzuleiten, um den Erfolgskurs Österreichs in den vergangenen Jahren bei Wachstum und Beschäftigung weiter fortzusetzen. Motto: Statt Neuwahlspekulationen Arbeitsplätze und Wohlstand der Österreicherinnen und Österreicher sichern. (Rh)

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