Wehsely: Zwei neue psychiatrische Einrichtungen des PSD

Neues Tageszentrum für Borderline-Erkrankungen und neues Angebot für psychiatrische Früh- und Akutrehabilitation

Wien (OTS) - Die Psychosozialen Dienste (PSD) in Wien bieten ein breites Netzwerk an ambulanten Einrichtungen für eine umfassende sozialpsychiatrische Grundversorgung. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die bedarfsgerechte und qualitativ hoch stehende Behandlung und Betreuung psychisch kranker Menschen. In der heute, Montag, Nachmittag stattfindenden Vorstandssitzung des PSD werden zwei neue Projekte vorgestellt: ein neues Tageszentrum für Borderline-Erkrankungen und ein neues Angebot für psychiatrische Früh- und Akutrehabilitation. Wie neueste Studien zeigen, leiden rund 1,5 bis 2 Prozent der Bevölkerung an Borderline-Erkrankungen. Betroffene suchen in der Regel über lange Zeit viele Stellen auf, bevor ihre Erkrankung richtig diagnostiziert und spezialisiert behandelt wird. "2009 wird ein Tageszentrum für Menschen mit 'Borderline-Erkrankungen' im Rahmen des PSD den Betrieb aufnehmen und mit zunächst vier TherapeutInnen 12 Betreuungsplätze bereit stellen", erklärte PSD-Präsidentin Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely am Montag im Vorfeld der Sitzung. "Damit hat Wien die erste ambulant arbeitende Spezialeinrichtung für Borderline-Betroffene in Österreich."****

Die Bezeichnung dieser psychiatrischen Erkrankung leitet sich von der Tatsache ab, dass ihre Symptome an der Grenze (Borderline) zwischen neurotischen und psychotischen Erkrankungen angesiedelt sind. Etwa 70 Prozent der Betroffenen sind Frauen. Die Erkrankung hat vielfältige, oft schlecht erkennbare Symptome. Angst und die Neigung zu Selbstverletzungen spielen eine große Rolle, die Behandlung dauert meist lange. "Der PSD-Wien bietet seit 2004 Betroffenen eine spezifische Psychotherapiemöglichkeit an und begleitet auch Selbsthilfegruppen. Dabei zeigt sich die Notwendigkeit eines spezialisierten Tageszentrums, an dem neben der Behandlung auch Infos zum geeigneten Umgang mit der Krankheit angeboten werden. Die fachlichen Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und werden bis Jahresende abgeschlossen sein. Die Umsetzung ist für 2009 geplant", so PSD-Chefarzt Dr. Stephan Rudas.

Psychiatrische Früh- und Akutrehabilitation

Psychisch Langzeitkranke benötigen neben der Behandlung auch zahlreiche Maßnahmen in Sachen Rehabilitation. Meist setzen diese rehabilitativen Maßnahmen erst in einer späteren Phase einer chronischen psychiatrischen Erkrankung ein. "Nun hat beim PSD-Wien ein spezialisiertes Tageszentrum für Früh- und Akutrehabilitation mit 15 Plätzen seinen Betrieb aufgenommen. Es werden geeignete Rehab-Maßnahmen für psychisch Erkrankte angeboten - und zwar in einem möglichst frühen Stadium der Erkrankung", so Rudas. Das Angebot richtet sich vor allem an junge Erwachsene, die von schweren psychiatrischen Erkrankungen betroffen sind.

Laufend neue Projekte des PSD

Die beiden neuen Einrichtungen sind weitere wichtige Schritte in der laufenden Weiterentwicklung des PSD-Wien. So wurde 2004 die "Psychiatrische Soforthilfe" eingerichtet, die rund um die Uhr genützt werden kann. 2005 wurde eine "Psychiatrische Beratungsstelle für Frauen" eröffnet. 2006 wurden die psychiatrischen Behandlungsangebote für Wohnungslose ausgeweitet. Seit 2007 ist ein neuer Jugendpsychiatrischer Liaisondienst des PSD in den Krisenzentren für Jugendliche tätig.

Nähere Auskünfte über die Einrichtungen können bei der Psychosozialen Information des PSD-Wien (PSI) unter der Wiener Telefonnummer 01/31 330 eingeholt werden. (Schluss) me

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Chefarztbüro PSD-Wien
Dr. Stephan Rudas
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