Rudas: Sitzenbleiben abschaffen!

Wien (SK) - "Auch in diesem Jahr werden wieder unzählige SchülerInnen die Klasse wiederholen müssen, weil sie in einzelnen Fächern ein 'Nicht Genügend' im Zeugnis haben - ein unsinniges Auslaufmodell", meint SPÖ Kinder- und Jugendsprecherin Laura Rudas anlässlich des Schulschlusses in Österreich. Laut Schätzungen der AK sind es Jahr für Jahr ca. 35.000 SchülerInnen, die nicht in die nächste Klasse aufsteigen dürfen. ****

"Die SchülerInnen verlieren aufgrund der Wiederholung ein ganzes Jahr, in dem sie die meisten Fächer schon positiv absolviert haben. Niemand ist in allen Fächern gleich begabt. Anstatt - wie es beim Sitzenbleiben der Fall ist - auf Schwächen einzugehen, sollte es ein Anliegen sein, die Energien darauf zu konzentrieren, Begabungen zu fördern", erläutert Rudas. Das Sitzenbleiben führe zudem bei einem Großteil der SchülerInnen dazu, dass sie nach dem wiederholten Jahr die Schule verlassen und den Bildungsweg abbrechen.

"Das Konzept des Sitzenbleibens ist veraltet und existiert nur mehr in 8 von 28 europäischen Staaten. Zudem kostet es dem Staat laut AK-Berechnungen jährlich 300 Millionen Euro für den Schulplatz, die Familienbeihilfe, Schulbücher und die SchülerInnenfreifahrt. Zusätzlich werden die Familien finanziell belastet", kritisiert Rudas. Sie fordert die ÖVP auf, endlich von verstaubten Bildungsvorstellungen abzulassen und sich innovativen Konzepten zu öffnen. "Richtungsweisendes Vorbild ist die Neue Mittelschule, in der durch individuelle Förderung der SchülerInnen das Sitzenbleiben de facto der Vergangenheit angehört", so Rudas weiter.

Auch das Lernen für die Nachprüfungen in den Ferien verursacht vor allem hohe Nachhilfekosten und Druck für die SchülerInnen. "Während die SchülerInnen ihre wohlverdienten ersten Ferientage genießen, heißt es für ca. 33.000 von ihnen, dass sie für den 'Nachzipf' lernen müssen. Für die Eltern eine hohe finanzielle Belastung für teure Nachhilfestunden, für die SchülerInnen ein großer Druck, während sie sich eigentlich vom Schulalltag erholen und die freie Zeit genießen sollten", schließt Rudas. (Schluss) sl

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