Mandak: Pflegemisere deutliches Zeichen für Handlungsunfähigkeit der Regierung

Molterer und Buchinger lassen pflegebedürftige Menschen im Stich

Wien (OTS) - "Es ist billig, wenn sich jetzt ÖVP-Chef Molterer an Minister Buchinger abputzt und ihm die alleinige Schuld an den geringen Anmeldungen für die Rund-um-die-Uhr-Betreuung zuschiebt. Tatsächlich tragen sie gemeinsam die Verantwortung für die eklatanten Mängel im Bereich Betreuung und Pflege alter Menschen. Seit Wochen ist klar, dass sich nur ein kleiner Teil der derzeitigen Betreuungskräfte anmelden wird" erklärt Sabine Mandak, Familien- und SeniorInnensprecherin der Grünen. Erstens sei die Anmeldung als Betreuungskraft mit einem großen Papierkrieg verbunden, zweitens ist die Rund-um-die-Uhr-Betreuung trotz Förderungen für viele Menschen nicht finanzierbar.
Für die meisten Betroffenen ist es unmöglich, eine Alternative zur Rund-um-die-Uhr -Betreuung zu finden, weil es nach wie vor hinten und vorne an ambulanten Diensten wie Heimhilfen und mobiler Hauskrankenpflege oder Tagesbetreuungsmöglichkeiten fehlt. Zudem sind diese Dienste für viele Menschen zu teuer, weil das Pflegegeld dafür nicht ausreicht.

"Minister Buchinger und die Landeshauptleute hätten sich seit Monaten um eine Offensive beim Ausbau der Betreuungs- und Unterstützungsangebote ins Zeug legen müssen. Molterer als Finanzminister ist verantwortlich dafür, dass nicht genug Geld zur Verfügung gestellt wird. Er ist nicht einmal bereit, so schnell wie möglich das Pflegegeld zu erhöhen, sondern bremst und will es so lange wie möglich hinausschieben", zeigt sich Mandak verärgert und resümiert: "Die Misere bei der Betreuung und Pflege alter Menschen zeigt, wie handlungsunfähig die Regierung ist und dass ihre internen Streitereien eine lösungsorientierte Sozialpolitik unmöglich machen."

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