Katholische Aktion "enttäuscht über neue Europa-Linie der SPÖ"

Europäischer Integrationsprozess ist "zu ernste Sache, um daraus kurzfristig innenpolitisches Kapital schlagen zu wollen"

Wien, 27.6.08 (KAP) Die Katholische Aktion Österreich (KAÖ) ist "enttäuscht" über die neue Europa-Linie der SPÖ. Der europäische Integrationsprozess sei eine "zu ernste Sache, um daraus kurzfristig innenpolitisches Kapital schlagen zu wollen", sagte KAÖ-Geschäftsführer Peter Grubits am Freitag im Hinblick auf den "Schwenk" der SPÖ in der Frage der Weiterführung der europäischen Integration.

Die verantwortlichen Politiker sollten sich eher darum sorgen, den Österreicherinnen und Österreichern die Chancen eines Zusammenwachsens Europas seriös darzustellen, "anstatt sich darum zu bemühen, dem Herausgeber einer Boulevardzeitung zu gefallen und sich mit FPÖ und BZÖ zu messen", so Grubits. Natürlich bringe die Fortsetzung des Integrationsprozesses auch Gefahren vor allem demokratiepolitischer Natur mit sich, räumte er ein und verwies auf die Kritik verschiedener NGOs zum Lissabon-Vertrag. Um diesen Gefahren zu begegnen, sei aber eher politischer Gestaltungswille auf europäischer Ebene gefragt als "kurzfristige populistische Effekthascherei". (forts mgl)
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