- 26.06.2008, 12:43:32
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Schultes: Europa muss eigenen Weg in der Energiedebatte gehen
Energieabhängigkeit von Ölförderländern muss reduziert werden; Biosprit wirkt preisdämpfend auf Benzin und Diesel und reduziert CO2 Ausstoß
Wien (ÖVP-PK) - Für ein "europäisches Selbstverständnis" tritt im
Vorfeld der morgigen Bioenergie-Enquete des ÖVP-Parlamentsklubs
ÖVP-Abg. Hermann Schultes ein: "Das starke Europa steht gerade als
Bittsteller vor den ölproduzierenden Ländern, statt aus aller Kraft
die eigenen Möglichkeiten zu entwickeln und damit die wachsende
Abhängigkeit einzugrenzen. Letztendlich zeigt sich, dass
Biotreibstoffe verlässlicher zur Bedarfsdeckung beitragen als
Ölförderländer, die ihre Möglichkeiten zu einem sehr teuren Preis
verkaufen." ****
Biospritbeimischung reduziert die Auslandsabhängigkeit
Der österreichische Kaufkraftabfluss ist für Erdöl in den letzten
zehn Jahren stark gestiegen. Im Jahr 1997 reichten 991 Millionen Euro
für die jährlichen Erdölimporte, während 2007 alle Österreicher bei
annähernd gleicher Importmenge bereits 3,053 Milliarden Euro
ausgaben, was mehr als eine Verdreifachung des Kaufkraftabflusses für
Österreich bedeutet. Geld, das überwiegend in Krisenherde mit oft
instabiler, undemokratischer politischer Struktur fließt und darüber
hinaus für den österreichischen Wirtschaftskreislauf verloren geht,
rechnete Schultes vor.
Biotreibstoffbeimischung wirkt preisdämpfend auf Diesel und Benzin
Wirtschaftanalysten von Merill Lynch haben indes den preisdämpfenden
Effekt, den Biotreibstoffe auf den Rohölpreis nach sich ziehen, mit
15 Prozent beurteilt. Anders gesagt ist von einem mindestens 15
Prozent Preissprung bei Rohöl auszugehen, im Falle einer plötzlichen
Rücknahme der Biotreibstoffe.
Biotreibstoffe ersetzen bereits jetzt etwa eine Million Barrel Rohöl
pro Tag. Führende Analysten messen Biotreibstoffen hohe Bedeutung
bei, ohne diese Mengen wäre die Versorgungslage noch angespannter.
Biotreibstoffe werden 2008 72 Prozent des Verbrauswachstums der
Ölförderungen in Nicht-OPEC-Staaten ausmachen. Das heißt, bereits
fast drei Viertel der Förderzunahmen in Nicht-OPEC Staaten fallen auf
Biotreibstoffe. Schultes dazu: "Regionale Ertragsschwankungen und die
Auswirkungen der Rohstoffspekulation haben deutlich höhere
Auswirkungen auf die Agrarproduktpreise als auf die speziell für die
Biotreibstoffproduktion genutzten Flächen."
CO2-Einsparungungseffekt bei Biotreibstoffeinsatz enorm
Die in Österreich eingesetzten Biokraftstoffe sparen nachweislich
gegenüber fossilen Treibstoffen je nach Biokraftstoffart zwischen 40
Prozent und 70 Prozent des CO2-Ausstoßes ein. In Zusammenhang mit der
Erreichung der Klimaschutzziele ist der Einsatz von Biokraftstoffen
der ersten und später der zweiten Generation nicht mehr wegzudenken.
Das Nicht-Erreichen der Klimaschutzziele würde im Gegenzug hohe
Strafzahlungen nach sich ziehen. "Der Einsparungseffekt durch den
Biospriteinsatz beträgt in Österreich bereits etwa eine Million
Tonnen CO2 Freisetzung und wird sich bei Erreichen des
zehnprozentigen Beimischungsziels auf zwei Millionen Tonnen
verdoppeln", so Schultes abschließend.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.oevpklub.at
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