• 26.06.2008, 10:01:45
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HAUBNER: Lehrer sollen vor Schulbeginn Gratis-Nachhilfe erteilen

Solidaritätsmodell des BZÖ muss endlich umgesetzt werden!

Wien (OTS) - Eltern müssen für private Nachhilfe tief in die
Tasche greifen. Laut einer Studie der Arbeiterkammer geben Eltern
jährlich insgesamt rund 150 Millionen Euro für Nachhilfe aus. 50.000
Schülerinen und Schüler mit einem oder mehreren Nicht Genügend im
Zeugnis sind auf Nachhilfe angewiesen. Alarmierend ist, dass der
Prozentsatz der regelmäßig Nachhilfe zahlenden Eltern sukzessive mit
der Schulausbildung ihrer Kinder wächst. Das BZÖ hat einen
unkonventionellen Vorschlag zur Lösung dieser Problematik entwickelt:
Um die Eltern von Schulkindern finanziell zu entlasten, sollen Lehrer
ihren Schülern in den letzten drei Ferienwochen
Gratis-Nachhilfeunterricht anbieten. Das Angebot solle für all jene
Schüler gelten, die zu einer Nachprüfung antreten müssen, erläuterte
BZÖ-Bildungssprecherin Abg. Ursula Haubner.
Das würde den Eltern und Schülern massiv helfen, sie entlasten und es
könnten mit Sicherheit mehr Schüler in die nächste Klasse aufsteigen,
meinte Haubner weiter. Die Eltern seien bereits generell mit
durchschnittlich 3.280 Euro pro Kind und Schuljahr belastet und
stoßen immer mehr an ihre finanziellen Grenzen. Haubner betonte
deswegen auch die große finanzielle Entlastung der Eltern durch das
BZÖ-Solidaritätsmodell, denn derzeit kostet eine durchschnittliche
Nachhilfestunde in einem Nachhilfeinstitut bei Einzelunterricht 30
Euro, bei Gruppenunterricht 15 Euro.
Das BZÖ hat diese Initiative bereits letztes Jahr mit einem
entsprechenden Antrag an den Nationalrat gestartet, dieser wurde
bereits am 06. Juli 2007 eingebracht, in der Hoffnung den
Schülerinnen und Schülern für das Schuljahr 2007/2008 helfen zu
können, allerdings wurde dieser Antrag nicht einmal in Verhandlung
genommen sondern von den Regierungsparteien ignoriert. Heuer befand
sich der Antrag zumindest auf der Tagesordnung des
Unterrichtsausschusses am 19. Juni 2008, wurde aber mit den Stimmen
der SPÖ- und ÖVP-Abgeordneten vertagt, was zur Folge hat, dass dieses
Modell auch nicht für das Schuljahr 2008/2009 angewendet werden kann
und somit Schüler und Eltern von der Regierung wieder einmal nicht
unterstützt, sondern in Stich gelassen werden.
Dies ist ein weiterer Beweis nicht nur für die Ideenlosigkeit und
Untätigkeit der jetzigen Regierung, sondern auch für die Weigerung
bereits fertigte Konzepte seitens der Opposition anzunehmen und
umzusetzen. Unsere Lösungsvorschläge im Sinne der österreichischen
Familien fallen wieder einmal dem rot-schwarzen Koalitionsstreit zum
Opfer, so Haubner abschließend.

Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

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