• 26.06.2008, 09:20:53
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  • OTS0052 OTW0052

Wiener Umweltanwaltschaft für Stilllegung von KKW Mühleberg

Stellungnahmen können bis 14. Juli 2008 abgegeben werden

Wien (OTS) - Das Kernkraftwerk Mühleberg ist das einzige KKW in
der Schweiz mit einer befristeten Betriebsbewilligung. Diese läuft
2012 aus. Daher hat der Betreiber des Kernkraftwerks um Ausstellung
einer unbefristeten Bewilligung angesucht.

Bis 14. Juli 2008 können in der öffentlichen Auflage zur
beantragten unbefristeten Genehmigung des Kernkraftwerks auch
Österreicherinnen und Österreicher ihre Bedenken äußern. Die
Stellungnahmen sind an das Bundesamt für Energie, z. H. Herrn
Christian Plaschy, CH-3003 Bern, zu richten. Detailinformationen
dazu:
www.umweltbundesamt.at/umweltschutz/kernenergie/akw/kkwmuehleberg/

Periodische Sicherheitsüberprüfung zeigt Mängel auf

Seit Mitte der 1990er Jahre ist eine Rissbildung am Kernmantel
des Reaktors im KKW Mühleberg in der Nähe von Bern bekannt. In den
letzten 10 Jahren sind die Risse in den Wärmeeinflusszonen der
Rundnähte des Kernmantels zum Teil um über einen Meter gewachsen. Die
letzte periodische Sicherheitsüberprüfung zeigt, dass bereits 25 %
der Länge der meistbetroffenen Rundnaht gerissen sind und die
maximale Risstiefe bereits über 3 Zentimeter beträgt. Die zuständige
Behörde sieht weiter die Sicherheitserfordernisse erfüllt.

"Die Folgen eines schweren Unfalls in Mühleberg, der durch die
Schwächung von Sicherheitskomponenten noch gravierendere Folgen haben
könnte, wäre nicht nur für die Schweiz katastrophal", gibt die Wiener
Umweltanwältin Dr. Andrea Schnattinger am Donnerstag zu bedenken.
Daher fordert die WUA, in ihrer Funktion als Atomschutzbeauftragte
für Wien, die Stilllegung des Reaktors.

Zunehmend werden KKW aus wirtschaftlichen Überlegungen bis an
die Grenzen ihrer technischen Möglichkeiten betrieben - diese
Entwicklung ist für die Wiener Umweltanwaltschaft inakzeptabel. Die
Kernenergie ist eine Hochrisikotechnologie, bei welcher
Risikominimierung und höchste Sicherheitsanforderungen an erster
Stelle stehen müssen. "Ein Ersatz der Stromerzeugungskapazität durch
Effizienzmaßnahmen und der Ausbau erneuerbarer Energiequellen ist der
zukunftsträchtigere Weg", betont Dr. Schnattinger.

o Mehr Informationen zu Kernkraftwerken: 
  www.wua-wien.at/home/atomschutz/

(Schluss) ru

Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. David Reinberger
Wiener Umweltanwaltschaft
Tel.: 01/37979/88982 DW
E-Mail: david.reinberger@wien.gv.at

Romana Uhyrek
Wiener Umweltanwaltschaft
Tel.: 01/37979/88985 DW
Handy: 0676/8118/88985
E-Mail: romana.uhyrek@wien.gv.at

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