Italienisches Datenschutzinstitut drängt Europäisches Parlament zu Massnahmen für verstärkten persönlichen Datenschutz im Internet

Rom (ots/PRNewswire) - Das italienische Datenschutzinstitut (www.istitutoitalianoprivacy.it/en/) , eine öffentliche politische Expertenkommission, die sich der Verbesserung des Datenschutzes im digitalen Zeitalter widmet, drängt das Europäische Parlament zur Verstärkung des persönlichen Datenschutzes im Internet für alle Bürger Europas.

Der Ausschuss für bürgerliche Freiheiten des Europäischen Parlaments stimmt heute über einen Vorschlag der Europäischen Kommission zur Verstärkung des Online-Verbraucherdatenschutzes in der EU ab.

"Das Europäische Parlament muss verstärkte Massnahmen für den Schutz persönlicher Daten der europäischen Bürger ergreifen", so Luca Bolognini, Präsident des italienischen Datenschutzinstituts. "Der Vorschlag der Kommission ist ein guter Anfang - es sind jedoch noch weitere Schutzmassnahmen erforderlich."

Das Institut fordert europäische politische Entscheidungsträger zur Befolgung einer Politik auf, die den Schutz der Privatsphäre im Internet nach drei Grundsätzen an erste Stelle setzt:
Verbraucherdatenschutz, aussagekräftiges Einverständnis des Verbrauchers, Bewusstsein und Offenlegung.

Die Artikel-29-Datenschutzgruppe, in der die Datenschutzbehörden der EU-Mitgliedsstaaten unter Vorsitz der Europäischen Kommission vertreten sind, gab kürzlich einen wegweisenden Bericht heraus, in dem empfohlen wird, die Archivierungsdauer berechtigt gespeicherter persönlicher Daten in Suchmaschinen auf höchstens sechs Monate zu begrenzen. "Das Institut drängt auf Unterstützung für die Empfehlungen der Artikel-29-Datenschutzgruppe, die für einen verstärkten Schutz der Online-Privatsphäre der europäischen Bürger sorgt", so Bolognini.

Der Ausschuss für bürgerliche Freiheiten des Europäischen Parlaments wird einen Vorschlag der Europäischen Kommission zur Änderung der Richtlinie 2002/22/EG über den Universaldienst und Nutzerrechte bei elektronischen Kommunikationsnetzen und -diensten, Richtlinie 2002/58/EG über die Verarbeitung personenbezogener Daten und den Schutz der Privatsphäre in der elektronischen Kommunikation sowie die Verordnung (EG) Nr. 2006/2004 über die Zusammenarbeit im Verbraucherschutz überprüfen.

Informationen zum italienischen Datenschutzinstitut

Aufgabe des in Rom ansässigen italienischen Datenschutzinstituts (Istituto Italiano di Privacy) ist es, dafür zu sorgen, dass die Internet-Anwender in Italien und Europa gegen Verletzungen ihrer Privatsphäre angemessen geschützt sind. Das Institut geht bei seinen Untersuchungen und bei der Ausarbeitung politischer Vorschläge von folgenden Prinzipien aus: Datenschutz gehört zu den grundlegenden Menschenrechten. Ohne Datenschutz kann der Mensch nicht völlig frei nach Informationen suchen, Geschäfte betreiben und online an öffentlichen Diskussionen teilnehmen. Die Internetbranche (d.h. Serviceprovider, Suchmaschinen und andere) trägt die Verantwortung für den Datenschutz ihrer Kunden. Der Staat ist dafür verantwortlich, den Schutz der Privatsphäre seiner Bürger zu gewährleisten, indem er u.a. für eine sichere Speicherung persönlicher Informationen in öffentlichen Datenbanken sorgt. Der Staat darf ohne triftigen Grund und ohne ordentliches Verfahren die Privatsphäre des Bürgers nicht verletzen. Weitergehende Informationen zum italienischen Datenschutzinstitut stehen auf der Website unter www.istitutoitalianoprivacy.it/en/ zur Verfügung.

Website: http://www.istitutoitalianoprivacy.it/en/

Rückfragen & Kontakt:

Luca Bolognini, Italienisches Datenschutzinstitut, (Italienisch und
Englisch) +39-328-3205142, lucabolognini@istitutoitalianoprivacy.it

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