Steindl: Agrarförderungen müssen gerechter verteilt werden

Warum verhindert die ÖVP faire Chancen für kleine Bauern?

St. Pölten (OTS) - "Jetzt ist klar, warum sich die Betroffenen jahrelang dagegen gesträubt haben, den Bericht über die Agrarförderungen transparent zu machen", erklärt der Landesgeschäftsführer der SPÖ NÖ, Günter Steindl. "Denn nun werden Vermutungen bestätigt: Vor allem Großkonzerne - wie etwa in NÖ die Agrana und die NÖM, aber auch große Güter, die Landwirtschaftskammer oder die NÖ Stifte profitieren von diesen Förderungen. Top-Subventionsempfänger in NÖ ist der Fürst von Liechtenstein mit 911.800 Euro."

Wenn man bedenke, dass am Ende der Skala eine Bergbäuerin liegt, die gerade 33 Cent bekommt, dann müsse auch der bauernbunddominierten ÖVP klar sein, dass hier akuter Handlungsbedarf besteht! "Es zeigt sich einmal mehr, dass die hart arbeitenden kleinen Bauern mit einem Butterbrot abgespeist werden, während die großen Konzerne Millionen lukrieren können", stellt Steindl die Ungerechtigkeit des Systems klar. Der Erhalt der vielbeschworenen kleinstrukturierten Landwirtschaft könne so jedenfalls nicht gesichert werden - "auch wenn der ÖVP-Bauernbund seinen Mitgliedern das immer wieder vorgaukelt." Die Einkommenssituation sei trist, immer wieder müssten kleinere Höfe aufgegeben werden - hier muss endlich etwas geschehen:
"Es müssen Förderobergrenzen gezogen werden und die Mittel vor allem in kleineren Betrieben, unter Berg- und Biobauern gerechter verteilt werden. Damit die hochwertigen landwirtschaftlichen Erzeugnisse unserer Bauern nachhaltig gesichert sind", so Steindl.

Er stelle sich aber die Frage, ob morgen bei der Eröffnung der Wieselburger Messe Bauernbund-Direktor Penz auch in diesem Jahr gegen diese Ungerechtigkeiten demonstriere: "Oder war sein Auftritt im vergangenen Jahr nur Show?" Auch bei Protesten in Gföhl würde Steindl den Bauernbund-Direktor natürlich unterstützen: "Oder fehlt ihm gegenüber der ÖVP die Entschlossenheit, um die vielen NÖ Bauern zu unterstützen?"

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