APA-OTS Politikportalanalyse: Personalrochaden in der SPÖ

Innsbruck/Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut
erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der meist genannten PolitikerInnen in den österreichischen Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (13. bis 19. Juni 2008) erreicht Bundeskanzler Alfred Gusenbauer den ersten Platz. Rang zwei belegt der neue SPÖ-Chef Werner Faymann, auf Rang drei folgt Wiens Bürgermeister Michael Häupl.

Bundeskanzler Alfred Gusenbauer belegt in dieser Woche mit 2361 Nennungen den ersten Rang im Top-30 Politikerranking. Er geriet vor allem durch die beschlossene Ämtertrennung von Kanzleramt und Parteivorsitz in der SPÖ und den damit entstandenen Diskussionen innerhalb der Koalition ins Rampenlicht der heimischen Medien. Gusenbauer bleibt Bundeskanzler, gibt jedoch den Parteivorsitz an Verkehrsminister Werner Faymann (Rang zwei, 1253 Nennungen) ab. "Aufgrund der anspruchsvollen Situation in der sich die Partei befinde, sei dieser Schritt notwendig", erklärte Gusenbauer und spricht dabei vor allem die Wahlniederlage der SPÖ in Niederösterreich und in Tirol an. Der neue Parteichef Werner Faymann betonte bereits am Montag beim Thema Pensionsautomatik nicht nachgeben zu werden. Als weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit nannte er die Gesundheitsreform und die Beschäftigungspolitik. Skeptische Stimmen zur Ämterteilung kamen vor allem von Seiten des Koalitionspartners ÖVP und dem Wiener Parteichef Michael Häupl. Vizekanzler Wilhelm Molterer (Rang vier, 349 Nennungen) reagierte zurückhaltend auf die Personalveränderungen in der SPÖ und bemerkte, dass dies nicht die Probleme der SPÖ lösen werde. Wiens Bürgermeister Häupl (Rang drei, 568 Nennungen) konstatierte, dass die Entscheidung der Ämtertrennung "dezidiert" gegen seinen Willen vollzogen wurde. Er versicherte jedoch den neuen Parteichef unterstützen zu wollen. Auch Häupl sprach sich gegen die von der ÖVP geforderte Pensionsautomatik aus.
Auch in der Bundesgeschäftsführung kommt es zu personellen Änderungen: Die bisherigen SP-Geschäftsführer Josef Kalina (Neueinstieg, Rang zehn, 162 Nennungen) und Reinhard Winterauer (Neueinstieg, Rang 27, 75 Nennungen) werden von Frauenministerin Doris Bures (Rang fünf, 345 Nennungen) abgelöst.

Weitere Neueinstiege in das Top-30 Politikerranking: Ursula Plassnik, ÖVP (Rang sieben, 213 Nennungen), Erwin Buchinger, SPÖ (Rang 14, 143 Nennungen), Johannes Hahn, ÖVP (Rang 16, 140 Nennungen), Gabriele Schaunig-Kandut, SPÖ (Rang 17, 125 Nennungen), Josef Pühringer, ÖVP (Rang 19, 102 Nennungen), Rudolf Hundstorfer, ÖGB (Rang 19, 102 Nennungen), Maria Berger, SPÖ (Rang 23, 87 Nennungen), Veit Sorger, IV (Rang 26, 76 Nennungen) und Siegfried Nagl, ÖVP (Rang 29, 70 Nennungen).

Die ÖVP stellt in dieser Woche mit 13 PolitikerInnen die meisten Vertreter im Top-30 Ranking, dicht gefolgt von der SPÖ mit zwölf Akteuren. Das BZÖ ist mit einem Vertreter in der Wertung präsent. Grüne und FPÖ stellen keinen Vertreter in dieser Woche. Außerdem unter den Top-30: Fritz Dinkhauser vom Bürgerforum Tirol, Bundespräsident Heinz Fischer, ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer und IV-Präsident Veit Sorger.

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at/ kostenlos abrufbar.

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