Wlodkowski: Energiekosten verschlingen großteils Einkommensplus 2008

Schweinebauern erlitten 2007 massive Einkommensverluste

Wien (OTS) - "Zwar haben im Kalenderjahr 2007 die Bauerneinkommen
um erfreuliche 14% zugenommen, doch in der Zwischenzeit hat eine wahre Kostenexplosion, getrieben vom noch immer steigenden Ölpreis, den Großteil dieses Zuwachses wieder verschlungen. Die Ursache für das Einkommensplus des Jahres 2007 waren die seit der vergangenen Jahresmitte gestiegenen Preise für agrarische Rohstoffe. Das Plus fällt nicht zuletzt deshalb so eindrucksvoll aus, weil die Kostensteigerungen, die das Ergebnis trüben würden, erst mit Jahresbeginn 2008 richtig eingesetzt haben. In der Zwischenzeit hat sich der Ölpreis verdoppelt, was die Belastung der bäuerlichen Betriebe enorm erhöht hat. So sind die Kosten bis Mai 2008 für Diesel um 45%, für Futtermittel um 56% und für Dünger um 63% gestiegen", stellte Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich fest.

"Seit dem Vorjahr sehen wir, dass die Agrarmärkte nicht nur in Europa, sondern weltweit in Bewegung geraten sind. Nach einem deutlichen Anstieg der Preise im zweiten Halbjahr 2007 zeigt nun der Trend bei Getreide oder Milch wieder nach unten. Die Preisschwankungen erfolgen wesentlich rascher und sind viel intensiver als in der Vergangenheit. Das erschwert natürlich ein langfristiges Planen und bringt beispielsweise die Schweinemäster, die vom Zukauf der teureren Futtermittel abhängig sind, in Bedrängnis. Das Vorjahresminus von 8% beim Einkommen zeugt von dieser Entwicklung", so Wlodkowski weiter.

"Da die Marktschwankungen in Zukunft viel stärker und auch schneller erfolgen werden, muss eine verlässliche und sich nicht täglich ändernde Agrarpolitik das Rückgrat für die europäische und österreichische Landwirtschaft bilden. Wir verlangen daher auch im Hinblick auf die Health Check-Änderungen Verlässlichkeit und Planbarkeit", schloss Wlodkowski.
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