Klement: Klarstellung zur Pressekonferenz und Fakten zur häuslichen Gewalt

Wien (OTS) - FPÖ-Gleichbehandlungssprecher NAbg. Karlheinz Klement stellt bezugnehmend auf seine heutige Pressekonferenz folgendes klar:

Ich werde in den Medienberichten zu meiner Pressekonferenz vom 18.6.2008 missverständlich zitiert. Ich habe aufgezeigt, dass Studien aus der Bundesrepublik Deutschland einen Frauenanteil an häuslicher Gewalt von 46% ergeben. Daraus wurde mir unterstellt, ich sei der Ansicht, dass häusliche Gewalt weiblich sei. Dies ist nicht richtig. Ich vertrete lediglich die Ansicht, dass es unzulässig ist, häusliche Gewalt mit männlicher Gewalt gleichzusetzen. Häusliche Gewalt ist sowohl männlich als auch weiblich.

Ich beziehe mich auf folgende Quellen:

Tötungsdelikte:
Berliner Zeitung vom 8. Mai 2007: Der Kriminalpsychologe und Direktor der Kriminologischen Zentralstelle in Wiesbaden, Prof. Rudolf Egg:
"… in einer Studie aus den 80er-Jahren ergibt sich ein kriminologisches Paradox: Frauen werden deutlich seltener kriminell als Männer, doch bei der innerfamiliären Gewalt gegen Kinder ist es umgekehrt. Es gibt keinen Anlass zu glauben, dass sich dies seit damals geändert hat. … Das Bundeskriminalamt untersuchte damals 1650 vollendete Tötungsdelikte an Kindern. Die Ergebnisse überraschten viele: Nur in 80 Fällen war der Täter ein Fremder, 283 Fälle blieben unaufgeklärt. Aber in 1030 Fällen töteten die Eltern - und noch verblüffender: nur 305 Mal waren es die Väter, aber 725 Mal die Mütter. Es ist anzunehmen, dass dies die Spitze des Eisbergs zeigt:
Der Anteil der Frauen, die ihr Kind prügeln, dürfte ebenfalls hoch sein."

Misshandlung von Kindern:
Deutsche Kriminalitätsstatistik 1987-2007, Tatbild "Misshandlung von Kindern" (Kennzahl 2231):
Anteil weiblicher Verwandter als Täterinnen liegt bei 46,2 Prozent Anteil männlicher Kinder als Opfer liegt bei 55,7 Prozent

Diesbezügliche Studien und Erhebungen werden von mir auch in Österreich gefordert, um diese Diskussion zu versachlichen, so Klement abschließend.

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