Wurm: Frauen qualifizieren statt Arbeitsmarkt öffnen

Mehr Chancen am Arbeitsmarkt durch bessere Ausbildung

Wien (SK) - "Der Fachkräftemangel in Österreich zeigt einmal mehr, dass die Wirtschaft auf das Potenzial der Frauen nicht verzichten kann", so SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst zu der heute von Wirtschaftsminister Bartenstein in Begutachtung geschickten Fachkräfte-Verordnung. "360.000 berufstätige Frauen in Österreich haben lediglich einen Pflichtschulabschluss. Wir müssen den Frauen die Chance auf ein gerechtes Einkommen und eine gesicherte berufliche Zukunft geben", so Wurm. Das sei das bessere Rezept als die von Bundesminister Bartenstein vorgeschlagene vorzeitige Öffnung des Arbeitsmarktes. ****

Bartenstein selbst habe in seinem Ministerrats-Vortrag über die Arbeitsmarktlage im April 2008 angemerkt, dass 80 Prozent der Arbeitssuchenden keine abgeschlossene Schule bzw. nur einen Pflichtschulabschluss aufweisen. "Anstatt den Arbeitsmarkt für ausländische Arbeitskräfte zu öffnen, sollten Frauen durch Qualifizierung vermehrt die Chance bekommen, ihr Potenzial für eine positive Entwicklung des Arbeitsmarktes einsetzen zu können", so Wurm. Außerdem habe die Bundesregierung auf Druck der SPÖ erreicht, dass beim AMS 40.000 zusätzliche Plätze für FacharbeiterInnen-Ausbildung geschaffen werden. "Diese Vereinbarung gilt es nun energisch voranzutreiben", so Wurm.

Mit verstärkten Qualifizierungsmaßnahmen würde erstens das Ziel erreicht, dass Frauen eine Chance auf höher entlohnte Berufe bekommen. Zweitens wäre das auch eine Maßnahme gegen ein für den österreichischen Arbeitsmarkt schädliches Lohn- und Sozialdumping, so Wurm. (Schluss) up

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