GPA-DJP-Proyer zu Bartenstein: Keine weitere Privatisierung des Verbund

Wo ist die Erfolgsgeschichte bisheriger Privatisierungen?

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - Es besteht überhaupt kein Grund, wegen eines Einmaleffektes einen für das Funktionieren der gesamten österreichischen Wirtschaft zentralen Energiekonzern weiter zu privatisieren. Der Verbund-Konzern ist bei weitem die profitabelste Beteiligung des österreichischen Staates, der jährlich Dividenden abwirft. Mit einer Privatisierung wäre ein weiteres Kapitel Verscherbelung österreichischen Familiensilbers geschrieben", erklärt der stv. Bundesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP), Karl Proyer, zum heutigen Vorstoß von Wirtschaftsminister Bartenstein.

"Die Frage ist, wo eigentlich die Erfolgsgeschichte der Privatisierung öffentlichen Eigentums liegt. Gerade im Energiebereich gibt es genug internationale Beispiele, die zeigen, dass sich die Privatisierungen negativ auf die Versorgungssicherheit ausgewirkt haben. Möglicherweise denkt Bartenstein an die "erfolgreiche" Privatisierung der Austria Tabak, wo wegen der Erzielung schneller Einmaleffekte nationales Eigentum verschleudert wurde; mit dem Resultat, dass tausende Arbeitsplätze in Österreich verloren gegangen sind. Wenn dem Wirtschaftsminister die Nachhaltigkeit der Rolle des Verbundkonzerns tatsächlich ein Anliegen ist, so soll am besten der derzeitige erfolgreiche Kurs fortgesetzt werden. Eine Privatisierungsdebatte ist völlig unnötig und der Sicherung des Wirtschaftsstandorts wenig dienlich ", so Proyer.

ÖGB, 18. Juni 2008 Nr. 371

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