WKÖ und Lebensministerium gründen "Kompetenzzentrum Umwelttechnologie"

Leitl fordert Nutzung der Wohnbauförderung für thermische Gebäudesanierung - Pröll unterstützt 15a-Vereinbarung zur Erhöhung der Sanierungsquote

Wien (PWK478) - Lebensministerium und Wirtschaftskammer Österreich vertiefen ihre Kooperation, um die Spitzenstellung österreichischer Unternehmen im Umwelttechnologiesektor auszubauen. Am Mittwoch hoben WKÖ-Präsident Christoph Leitl und Umweltminister Josef Pröll ein Kompetenzzentrum für Umwelt- und Energietechnologien, das Austrian Clean Technology (ACT), aus der Taufe. "Nach der Gründung des Energieinstituts der Wirtschaft, das auf aktive Energiespar-Beratung fokussiert, haben wir heute einen weiteren Schritt gesetzt. ACT wird die Umsetzung des Masterplans Umwelttechnik begleiten und die Entwicklung der österreichischen Umwelt- und Energietechnikbranche in und außerhalb unserer Grenzen fördern", fasst Leitl die Hauptzielrichtung zusammen. "Umweltbewusstsein ist Teil der österreichischen Mentalität, mit dem wir in Kombination mit hoher technischer Kompetenz weltweit erfolgreich sind und in Zukunft noch stärker sein wollen."

Umwelttechnologie Made in Austria ist heute weltweit gefragt. "Die Energie- und Umwelttechnik gehört zu den am schnellsten wachsenden Branchen überhaupt und wird die Leitindustrie des 21. Jahrhunderts werden", zeigte sich Leitl überzeugt. Das jährliche Wachstum beträgt in Österreich 7,7 Prozent, die Exporte wachsen jährlich um rund 9 Prozent. Seit 1993 haben sich die Umsätze der Branche in Österreich mehr als verdoppelt und liegen bei rund fünf Milliarden Euro. Experten schätzen, dass sich die Jahresumsätze bis 2030 auf bis zu 30 Milliarden Euro steigern könnten. Diese ungeheure Chance dürfe sich Österreich nicht entgehen lassen, betonte der WKÖ-Präsident.

Wer aber die Märkte von morgen besetzen will, muss heute die Innovationen schaffen. Dafür sind große Anstrengungen und verbesserte Rahmenbedingungen in Österreich notwendig. Als wichtigste Maßnahme forderte Leitl dringend die Sanierung der Gebäude in Angriff zu nehmen, die zwischen 1945 und 1970 erbaut wurden: "Dafür muss die Wohnbauförderung neben dem Neubau noch heuer auch für die thermische Sanierung genutzt werden." Bundesminister Pröll unterstützte diesen Vorstoß und betonte, dass die diesbezügliche 15a-Vereinbarung heute in Begutachtung ging, mit dem Ziel diese noch 2008 unter Dach und Fach zu bringen. "Daran führt kein Weg vorbei, denn die Erhöhung der Sanierungsquote ist zur Erreichung der Klimaziele unabdingbar", sagte Pröll.

Ein weiterer Schwerpunkt müsse laut Wirtschaftskammer auf den Bereich F&E gesetzt werden, auf den sich besonders der Klima- und Energiefonds konzentrieren soll. Ebenso gelte es die Qualifikationsmöglichkeiten im Umwelt- und Energiebereich auszubauen und die Chancen im Export weiter zu verbessern. Als Ziel visierte der WKÖ-Präsident mit bester Unterstützung durch die Außenwirtschaftsorganisation (AWO) und ihren weltweit über 100 Stützpunkten an, die derzeit rund 600 international tätigen Umwelttechnikfirmen in den nächsten zwei Jahren zu verdoppeln. (Ne)

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