Mitterlehner begrüßt erweiterte Fachkräfteverordnung

Österreichs Wirtschaft braucht dringend qualifiziertes Personal

Wien (PWK475) - "Die schrittweise Öffnung des österreichischen Arbeitsmarktes ist für unsere Wirtschaft lebenswichtig", begrüßt Reinhold Mitterlehner die vorgesehene Ausweitung der Fachkräfteverordnung um 15 weitere Mangelberufe, die ab heute in die Begutachtung geht. Minister Bartenstein sei damit den Anliegen der Wirtschaft nachgekommen. Die Fachkräfteverordnung sieht bei Berufen mit maximal 1,5 beim Arbeitsmarktservice gemeldeten Arbeitslosen pro offener Stelle eine erleichterte Zulassung für Bürger aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten vor.

"Die Erweiterung der Fachkräfteverordnung auf neue Mangelberufe ist ein wichtiger Schritt, um zu verhindern, dass der Fachkräftemangel zur Wachstumsbremse für die Wirtschaft wird. Durch die Zuwanderung von qualifizierten ausländischen Arbeitskräften werden aufgrund der positiven Unternehmensentwicklung darüber hinaus auch Arbeitsplätze für niedrig qualifizierte Inländer geschaffen", betont Mitterlehner. Laut einer aktuellen Befragung von mittelständischen Unternehmen hätten bereits 83 Prozent der Betriebe Schwierigkeiten, gut ausgebildetes Personal zu finden.
Die mit Jahresanfang in Kraft getretene Fachkräfteverordnung erleichtert für rund 50 Berufe den Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt, bis Ende Mai wurden 2.320 Bewilligungen erteilt. Spitzenreiter sind mit 404 Bewilligungen Gaststättenköche, gefolgt von den Schweißern mit 339. Die Fachkräfte stammen vor allem aus Ungarn und der Slowakei.

Zu den neuen Mangelberufen zählen auch technische Berufe wie Elektrotechniker, Maschinenbautechniker, aber auch Lohn- und Gehaltsverrechner.
Basierend auf einer aktuellen McKinsey-Studie aus Deutschland könnten in Österreich bei einem Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent rund 250.000 qualifizierte Arbeitskräfte fehlen.
Mitterlehner: "Notwendig ist eine regelmäßige, also quartalsweise Anpassung der Fachkräfteverordnung, um den ständigen Bedarf bis zur vollständigen Öffnung des Arbeitsmarktes innerhalb der EU abdecken zu können". (IP)

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