Demokratiewerkstatt: Das Erfolgsprogramm wird erweitert Präsidentin Prammer ehrt "Demokratiewerkstatt-Profis"

Wien (PK) - Als großer und international viel beachteter Erfolg erweist sich ein neues Angebot des Parlaments: Sieben Schulklassen haben das gesamte, vier Workshops umfassende Programm der Demokratiewerkstatt des Parlaments im Palais Epstein absolviert. Sie wurden dafür von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer heute im Plenarsaal des Nationalrats geehrt und zu "Demokratiewerkstatt-Profis" "ernannt". In Anwesenheit von Bundesratspräsident Jürgen Weiss und Bundesrats-Vizepräsidentin Susanne Neuwirth sowie einiger Abgeordneter begrüßte Präsidentin Prammer die Schülerinnen und Schüler. Sie hätten durch ihre Mitarbeit in der Demokratiewerkstatt mehr über Parlament und Demokratie erfahren als viele, die nur eine Führung durch das Haus erlebten, sagte Prammer. Seit der Eröffnung der Demokratiewerkstatt zum Nationalfeiertag des Vorjahres haben, wie Prammer betonte, rund 7.000 Schülerinnen und Schüler dieses neue Angebot des Parlaments genutzt und konkrete Erfahrungen mit Partizipation in einem oder mehreren Workshops gemacht.

Präsidentin Prammer dankte den Lehrkräften, die sich mit ihren Klassen an der Demokratiewerkstatt beteiligt haben und kündigte eine Erweiterung des Angebots an. Zum einen sei ein zusätzlicher Workshop zum Thema Europa geplant, zum anderen wird ein Angebot für ältere SchülerInnen - Oberstufen-SchülerInnen sowie Lehrlinge in Berufsschulen - erarbeitet.

Bevor Präsidentin Prammer die Ehrung der jungen "Profis" vornahm -sie erhielten Medaillen und Urkunden -, gab es eine Feed-back-Runde, in der Sprecherinnen und Sprecher der sieben Klassen Lob und Kritik äußerten. Als kleines Dankeschön überreichten junge "Demokratiewerkstatt-Profis" der Präsidentin 7 gelbe Rosen.

Die Demokratiewerkstatt - das internationale Interesse wächst

Nach ca. 6-monatiger Konzeptions- und Vorbereitungszeit wurde am 25. Oktober 2007 die Demokratiewerkstatt im Palais Epstein eröffnet. Schon sehr bald zeigten Parlamente anderer Länder Interesse an diesem Versuch des österreichischen Parlaments, Schülerinnen und Schüler an Idee und Wirklichkeit von Demokratie und Parlamentarismus heranzuführen und Partizipation erlebbar zu machen. Seither ist die internationale Nachfrage nach diesem neuen Angebot gestiegen.

In vier verschiedenen Werkstätten können Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 14 Jahren mit ParlamentarierInnen reden, den Weg der Bundesgesetzgebung anhand einer Expedition ins Parlament kennen lernen oder von Medien-Profis erfahren, wie eine Zeitung oder ein Film gemacht wird. Die in den Workshops gemachten Erkenntnisse und Erlebnisse werden in Form von Film-, Radio- oder Zeitungsbeiträgen verarbeitet, welche auf der Kinder-Internetseite des Parlaments (www.demokratiewerkstatt.at) präsentiert werden.

Ziel ist es, neben den demokratischen Grundlagen und der Kenntnis parlamentarischer Prozesse zwei weitere wichtige Voraussetzungen für politische Partizipation zu vermitteln: Medienkompetenz sowie die Bereitschaft, seine Meinung zu artikulieren.

Die derzeit vier thematisch unterschiedlichen Werkstätten der "Demokratiewerkstatt" definieren sich durch ihre Schwerpunkte: In der Werkstatt mit ParlamentarierInnen zum Thema: "Sind Gesetze für alle da?" erfahren die TeilnehmerInnen alles rund um Gesetze. Auf eine Expedition durchs Parlament "auf der Spur des Gesetzes" begibt man sich in der Politischen Werkstatt, während in der Partizipationswerkstatt die verschiedenen Meinungs- und Entscheidungsbildungsprozesse "erspielt" werden. Medienkompetenz an sich steht im Mittelpunkt der Medien Werkstätten ("Zeitungen, Radio, Film - selbst machen!"). Themen und Inhalte werden altersspezifisch aufbereitet und sind jeweils auf die Anforderungen und Bedürfnisse der 8- bis 10-Jährigen, der 10- bis 12-Jährigen und der 12- bis 14-Jährigen abgestimmt.

Für Gruppen (Schulklassen, Hortgruppen u.ä.) werden die 4-stündigen Workshops von Montag bis Freitag werktags um 8.30 Uhr und um 13.30 Uhr angeboten. Ist der Schulstandort weiter als 100 km von Wien entfernt, kann die Beginnzeit auf 10.30 Uhr verlegt werden. EinzelteilnehmerInnen haben jeden ersten Samstag im Monat nachmittags im Rahmen von öffentlichen Workshops Gelegenheit, an der Demokratiewerkstatt teilzunehmen (Dauer der Workshops: 3,5 bis 4 Stunden).

Nächster öffentlicher Workshop: Samstag, 21. Juni 2008, 13.30 Uhr Programm: Politische Werkstatt, Werkstatt mit ParlamentarierInnen (Gast: Bundesrats-Vizepräsidentin Susanne Neuwirth).

Auch in den Sommerferien wird es öffentliche Workshops in der Demokratiewerkstatt geben: jeden Mittwoch (9., 16., 23., 30. Juli und 6. August 2008), jeweils von 9 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 17.30 Uhr.

Als Probelauf für eine engere Kooperation mit den Bundesländern wird die Demokratiewerkstatt von 28. Juni bis 3. Juli 2008 im Vorarlberger Landtag gastieren.

HINWEIS: Fotos von der "Demokratiewerkstatt-Profi-Ehrung" finden Sie - etwas zeitverzögert - auf der Website des Parlaments im Fotoalbum:
www.parlament.gv.at

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