Schaunig: Pflegeheim-Diskussion verunsichert Bevölkerung

Bürgermeister der künftigen Standort-Gemeinden protestieren gegen BZÖ/ÖVP-Pflegeputsch

Klagenfurt (SP-KTN) - "Mich erreichen laufend besorgte Anfragen
aus den betroffenen Standortgemeinden", kritisiert Sozialreferentin Gaby Schaunig die Verunsicherung der Bevölkerung durch Haider und Martinz. Schaunig spricht von einem "Pflegeputsch", der die Mitarbeiterinnen und BewohnerInnen von Pflegeheimen sowie deren Angehörige am härtesten trifft. Der Kritik am unverantwortlichen und unverständlichen Vorgehen von BZÖ und ÖVP haben sich am Mittwoch die GemeindevertreterInnen der betroffenen Gemeinden angeschlossen.

Villachs Vizebürgermeisterin und Sozialreferentin Gerda Sandriesser spricht von "mangelndem fachlichen Verständnis" Haiders und Martinz’. Ähnlich die Kritik von Bürgermeister Johann Obiltschnig (St. Jakob/Rosental), der nicht versteht, "mit welcher menschlichen Härte die Interessen der Betroffenen ignoriert werden". Beide fordern eine sofortige Umsetzung des Pflegeheimkonzeptes der Sozialreferentin und ein Ende der Blockade. Auch Fresachs Bürgermeister Walter Bernsteiner schließt sich dieser Forderung an, "denn nicht Parteipolitik, sondern die Interessen der Menschen müssen Grundlage für eine sozial gerechte Politik sein".

Die Spittaler Bezirksfrauenvorsitzende und Seebodener Gemeinderätin Gabriele Robinig forderte sowohl den Bürgermeister Seebodens, Egon Eder (BZÖ), als auch Vizebürgermeister Wolfgang Klinar (VP) auf, unverzüglich "ihre Parteispitze zur Vernunft zu bringen" und das geplante Pflegeheim in der Gemeinde nicht zu gefährden. "Es geht nicht nur um 70 Arbeitsplätze in der Gemeinde, sondern vor allem um die betroffenen HeimbewohnerInnen", so Robinig. Ein weiterer geplanter Standort eines Pflegeheims in Oberkärnten ist Oberdrauburg. Bürgermeister Hubert Schnedl ist "entsetzt, wie mit den Ängsten der Betroffenen umgegangen wird" und fordert von BZÖ und ÖVP "eine Rückkehr zu einer verantwortungsvollen Sozialpolitik, wie sie von der SPÖ verfolgt wird". Konkret spricht er Kurt Scheuch an, sich im Sinne Oberkärntens für das Pflegeheimkonzept Schaunigs einzusetzen.

Harsche Kritik an der Vorgehensweise von BZÖ und ÖVP kommt auch von Bürgermeister Karl Lessiak (Ebene Reichenau). Er forderte Gerhard Dörfler auf, sich für die Menschen aus seinem Heimatbezirk stark zu machen, und "Haider sowie Martinz zur Vernunft zu bringen". In allen betroffenen Gemeinden "ist die Verunsicherung spürbar und die Menschen wollen Sicherheit, dass ihre Angehörigen die beste Pflege nahe und am besten in ihrem Heimatort bekommen", fasste Schaunig die Sorgen der Betroffenen zusammen. Sie forderte abschließend BZÖ und ÖVP erneut auf, ihren eingeschlagenen Kurs gegen die Interessen der Kärntnerinnen und Kärntner aufzugeben.

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