Gusenbauer: Von Wissenschaft und Innovation hängt Produktivkraft ab

1. Science Meeting der I.S.T. Austria

Wien (SK) - "Die Produktivkraft unserer Zeit hängt von
Innovationen und Wissenschaft ab", betonte Bundeskanzler Alfred Gusenbauer am Dienstagabend beim 1. Science Meeting in der Sammlung Essl in Klosterneuburg. Neben dem Bundeskanzler diskutierten der Direktor des Essl Museum Karlheinz Essl, der Vorsitzende des Exekutivkomitees Haim Harari, der Mathematiker, Konzertpianist und Wittgensteinpreisträger 2007 Christian Krattenthaler, sowie die Konzeptkünstlerin Eva Schlegel zum Thema "Science meets the Art" unter der Moderation von Oliver Lehmann. ****

Auf die Frage, warum Wissenschaft in Österreich einen weniger hohen Stellenwert genieße als Kunst und Sport, erläuterte Gusenbauer, dass die Wissenschaft in der "gesellschaftlichen Darstellung einen weniger spektakulären Charakter als Kunst und Sport" habe. Während Sport "die Inszenierung von Masse ist, bei der es um kollektive Identität geht" und Kunst in Österreich "eine starke traditionelle Verankerung in unserem Land ist, deren dekorativer Charakter nicht zu unterschätzen ist", erfülle die Wissenschaft solche Voraussetzungen nicht. Und obwohl "die Ergebnisse der Wissenschaft absolut spektakulär sind", sei die Art der Entstehung weniger Aufsehen erregend, als dies bei Kunst und Sport der Fall sei.

Doch gerade jetzt befinde man sich in einem Veränderungsprozess und die Bedeutung von Wissenschaft werde höher angesetzt, Gusenbauer verwies hierbei auf die Barcelona-Ziele - drei Prozent des BIP für Forschung und Entwicklung bis 2010. Dennoch brauche man "neben Geld, auch Strukturen und Personal", der Bundeskanzler unterstrich hierzu das I.S.T. Austria (Institut of Science and Technology), das dafür sorgen werde, dass "wir einen Schritt in die Spitzenforschung gehen werden".

Mehr gesellschaftliches Bewusstsein bei Förderung von Wissenschaft und Kunst

Auch die Frage der Finanzierung von wissenschaftlichen Einrichtungen wurde von Lehmann angesprochen. Es sei wichtig, das "Institutionen und Vorbilder geschaffen werden, das gilt für Kunst und Wissenschaft", so Gusenbauer. Steuerliche Anreize hätten wenig gebracht, so der Bundeskanzler, es brauche ein "entwickeltes gesellschaftliches Bewusstsein und die Bereitschaft für die Gemeinschaft etwas zu leisten", hob der Bundeskanzler hervor. Dem schloss sich Essl an, der betonte: "Als Privatperson und Wirtschaftsunternehmen haben wir eine Verantwortung für unsere Gesellschaft". Es gehe nicht nur darum den eigenen Profit zu sehen, sondern etwas für die Gesellschaft zu leisten, betonte der Direktor des Essl Museums.

Menschen für Schönheit der Wissenschaft begeistern

Dass sich die Gesellschaft nicht für Wissenschaft interessiere, sei auch ein Fehler der Wissenschaftler, die zu wenig kommunizieren würden, kritisierte Harari. Auch in der Wissenschaft liege eine enorme Schönheit, man müsse diese aber kommunizieren und die Öffentlichkeit dafür begeistern. Einig waren sich Harari und die Künstlerin Schlegel, dass es wichtig sei, dass der Staat in Wissenschaft und Kunst investiert. (Schluss) ar

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