Justizministerin Maria Berger zur neuen BSA-Präsidentin gewählt

BSA soll noch stärker zur politischen Denkwerkstatt werden - Scheidender Präsident Caspar Einem übergibt geordnetes Haus

Wien (SK) - Mit eindrucksvollen 96,3 Prozent wurde
Samstagnachmittag Justizministerin Maria Berger zur neuen Präsidentin des Bundes sozialdemokratischer AkademikerInnen, Intellektueller und KünstlerInnen (BSA) gewählt. Sie folgt damit Caspar Einem nach, der sechs Jahre lang dieses Amt innehatte, wofür ihm Berger herzlich dankte: "Ich bin stolz, dass ich dir in diese Funktion nachfolgen darf". Die neue BSA-Präsidentin umriss in ihrem Referat auch die künftige Ausrichtung des BSA: So solle der BSA noch stärker zu einer "politischen Denkwerkstatt" werden - und politische Antworten auf drängende Fragen geben, die "im Wissen sowohl um den Kern einer sozialdemokratischen Weltanschauung als auch um aktuelle Entwicklungen formuliert sind". Der scheidende BSA-Präsident Caspar Einem betonte in seiner Rede, dass es immer sein Antrieb gewesen sei, "etwas zu bewegen - und dafür bietet der BSA die ideale Plattform". Er übergebe den BSA als "geordnetes Haus" und sei davon "überzeugt, dass es mit dieser wichtigen Organisation unter Maria Berger gut weitergeht", so Einem, der mit Standing Ovations seitens der Delegierten bedacht wurde. ****

Berger bedankte sich für die "großartige Unterstützung", die sie beim heutigen 46. Bundestag des BSA erfahren durfte: "Das gibt mir viel Schwung für die kommende Arbeit", so die neue BSA-Präsidentin, die klarmachte, dass der BSA vor allem im Bereich der Programmatik und der Entwicklung personeller Ressourcen zentrale Funktion habe. So solle der BSA auch zur "Akademie des politischen Nachwuchses und damit zur Kaderschmiede der österreichischen Sozialdemokratie werden". Gerade hinsichtlich der politischen Fortbildung und der stärkeren Einbeziehung der Jungen habe sich Caspar Einem besonders verdient gemacht, so Berger, die noch mehr junge Menschen für den BSA gewinnen will. Vor diesem Hintergrund soll auch die enge Kooperation mit dem Renner-Institut noch stärker ausgebaut werden, so Berger, die hier großes Synergiepotential ortete.

Als Beispiele, wo der BSA mit breitem interdisziplinärem Zugang kluge und sachliche Antworten entwickeln könnte, nannte Berger die Themen "Wohnen" und "Integration". Beide Bereiche berührten Zukunftsfragen, so Berger, die sich hier für die Entwicklung eines "Gesamtverständnisses" statt "verkürzter Antworten" aussprach. Insgesamt solle der BSA eine Vorfeldorganisation sein, die sich "viel Offenheit und Breite leistet", so Bergers Einladung etwa an KünstlerInnen, die "besonders empfindliche Seismographen" seien.

Berger nahm aber auch zu aktuellen Fragen Stellung. So erteilte sie schwelenden Personaldiskussionen eine klare Absage: Diese seien "oft ein Zeichen von Einfallslosigkeit. Stattdessen gilt es, die Ärmel hochzukrempeln und noch mehr Anstrengungen in die Entwicklung und Kommunikation von politischen Antworten zu investieren", umriss Berger auch eine der zentralen Aufgaben des BSA. Dank der engagierten Arbeit Caspar Einems sei der BSA eine "tolle Organisation mit guten Grundlagen, die es erlauben, richtig durchzustarten", zeigte sich die neue BSA-Präsidentin voller Elan.

Einem geht mit "freudigem Blick zurück und voraus"

Der scheidende BSA-Präsident Caspar Einem hielt fest, dass er sowohl mit "freudigem Blick zurück" ("ich bin auch ein bisschen stolz auf die letzten sechs Jahre") als auch mit "freudigem Blick voraus" gehe, weil er überzeugt sei, dass Maria Berger die Funktion der BSA-Präsidentschaft "gut ausfüllen" wird. In seiner Zeit als BSA-Präsident habe es wichtige Erneuerungs- und Veränderungsschritte gegeben. So habe sich der BSA in einem "schmerzlichen, aber notwendigen und reinigenden Prozess" seinen "brauen Flecken" und seiner Verantwortung gestellt. Daneben habe man aber auch die "Politische Akademie des BSA" gegründet oder etwa das Programm "Kamingespräche mit Führungskräften" ins Leben gerufen. Auch die Gründung einer eigenen Wahlkampfplattform samt eigenem Verteilmaterial für die Nationalratswahlen 2006 belege die engagierte Arbeit des BSA, so Einem, der unterstrich, dass es ihm zudem gelang, den BSA zu verjüngen.

Unter den zahlreichen Delegierten und Gästen des 46. Bundestags des BSA befanden sich u.a. Altkanzler Franz Vranitzky, Staatssekretärin Heidrun Silhavy und SPÖ-Bundesgeschäftsführer Josef Kalina. Grußworte gab es von SPÖ-Bundesgeschäftsführer Reinhard Winterauer, vom Direktor des Renner-Instituts, Karl Duffek, und vom Präsidenten des Pensionistenverbands Österreich, Karl Blecha. Einig war man darin, dass Caspar Einem den BSA "umsichtig und hervorragend geleitet hat". Blecha bekräftigte abschließend, dass "der BSA ein unverzichtbares Mitglied der sozialdemokratischen Familie ist". (Schluss) mb

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