Österreichischer Musikrat fordert musikalische Bildungsoffensive

Wien (OTS) - Prof. Harald Huber, Präsident des ÖMR (Dachorganisation der Musikverbände), forderte bei der am 3. Juni veranstalteten parlamentarischen Enquete "Zukunftsmusik" von Frau BM Dr. Claudia Schmied eine rasche Koordination von Schulen, Musikschulen und privaten Ausbildungsinstitutionen.

"Statt Reduktionen brauchen wir eine offensive Umsetzung des Rechts auf musikalische Bildung für alle. Ob Klassik, Jazz, Pop, Elektronik, World oder Volksmusik - Österreich braucht flächendeckende Angebote musikalischer Betätigung statt Stundenkürzungen und verschlossene Türen für lerninteressierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene."

Das bm:ukk reagierte prompt. Das erste Koordinationstreffen für ein Arbeitsforum "Musik und Bildung" wird am 18. Juni stattfinden.

Der ÖMR forderte im Parlament weiters die Wiedereinführung der Niederlassungsbewilligung für ausländische Künstlerinnen und Künstler, eine 40% Quote für heimische Musik im Rundfunk sowie weitere Initiativen im Bereich Musikexport.

Österreichischer Musikrat: Musik und interkultureller Dialog

Der ÖMR als Dachorganisation der Interessenverbände ist den Zielen der UNESCO verpflichtet und veranstaltete gemeinsam mit der Wiener Musikuniversität vom 5.-7. Juni das Symposion "WEST MEETS EAST -Musik und interkultureller Dialog". 13 hochkarätige Referate beleuchteten die gegenwärtigen Austauschprozesse zwischen westlichen und östlichen Musikkulturen. Als Rahmenprogramm musizierten in Wien lebende Künstler und Künstlerinnen unterschiedlicher Herkunft:
Wolfgang Puschnig (Österreich), Habib Samandi (Tunesien), Célia Mara (Brasilien) u.a. im OST KLUB. Eine Podiumsdiskussion erbrachte einen Appell an die Kultur- und Integrationspolitik, Initiativen im Bereich Weltmusik deutlicher als bisher zu unterstützen.

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