GLOBAL 2000: Atomausbau-Programm in der Slowakei erhöht atomares Risiko für Österreich

Slowakei will neue Reaktoren in Mochovce und Bohunice, Export von Atommüll aus der Slowakei droht.

Wien (OTS) - Die Slowakei plant neben dem Ausbau des AKW Mochovce auch einen Ausbau des AKW Bohunice um einen, möglicherweise sogar zwei, neue Reaktoren. Silva Herrmann, Antiatomsprecherin der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000: "Umwelt und Gesundheit der Bevölkerung in Österreich und der Slowakei sind bedroht. Die österreichische Bundesregierung darf nicht länger zögern, sondern muss endlich zu einer wirksamen Strategie gegen den Atomwahnsinn in Österreichs Nachbarstaaten finden."

Dazu gehört unter anderem der Stopp von Atomstromimporten in Österreich und der Ausbau der Energiepartnerschaft mit der Slowakei. Silva Herrmann dazu: "Die Sorge um Energieversorgungssicherheit und wirtschaftliches Wachstum sind die Antriebsfedern für die Ausbaupläne. Österreich muss die Energiepartnerschaft mit der Slowakei massiv ausbauen und zeigen, dass die Steigerung der Energieeffizienz und der Ausbau Erneuerbarer Energien sowohl wirtschaftlicher als auch sicherer sind als der Ausbau der Atomkraft!"

Mit dem Ausbau der bestehenden Atomkraftwerksstandorte vergrößert die Slowakei darüber hinaus das massive Atommüll-Problem. Die Suche nach einem Endlager-Standort in der Slowakei wurde 2001 ausgesetzt. Stattdessen wird ein dauerhafter Export von Atommüll ernsthaft überlegt. Dies wäre mit großen Sicherheitsrisiken verbunden. Denn es besteht nicht nur ein Risiko für die Gebiete, durch die der Müll transportiert wird, es könnte auch radioaktives Material leichter in die falschen Hände geraten und gegebenenfalls zum Bau von Waffen verwendet werden.

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