AK: Studienbedingungen verbessern, nicht Uni-Zugang beschränken

Nationaler Hochschulentwicklungplan soll mehr Geld und Personal bringen

Wien (OTS) - "Verbesserungen für Studierende, nicht neue Beschränkungen des Uni-Zugangs", fordert die stellvertretende AK Direktorin Johanna Ettl. Sie spricht sich gegen die von Wissenschaftsminister Hahn geplanten "qualitativen Zugangsbeschränkungen" für das Magisterium und das Doktoratsstudium aus: "Das Wissenschaftsministerium muss überhaupt einmal untersuchen lassen, ob Akademikerinnen und Akademiker mit einem Bachelor-Abschluss allein Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben." Vordringlich sei mehr Geld und Personal für die Hochschulen und Univer-sitäten, dafür verlangt die Arbeiterkammer einen mehrjährigen nationalen Hochschulentwicklungsplan. Verbessert werden müsse vor allem die Lage der berufstätigen Studierenden - sie zahlen die volle Studiengebühr, obwohl sie als "Teilzeitstudierende" gar nicht alle Leistungen der Hochschulen und Universitäten in An-spruch nehmen können.

Österreich gehört innerhalb der entwickelten Industriestaaten zu jenen mit den niedrigsten Akademikerquoten, erinnert Ettl, auch das spreche gegen neue Zugangsbeschrän-kungen. Mit Prozent 20 Akademikeranteil der 25 bis unter 35-Jährigen im Vergleich zu 31 Prozent im OECD-Schnitt gehört Österreich zu den Schlusslichtern. Und was noch viel problematischer ist - es hat sich in den letzten Jahrzehnten kaum eine Verbesserung ergeben: Der Akademikeranteil an der gesamten unter 65-jährigen Bevölkerung ist mit 18 Prozent fast gleich hoch wie bei den Jungen. Dass es seit längerer Zeit keine Entwicklung zum Positiven gegeben hat, ist ein Armutszeugnis für einen entwickelten Industriestaat.

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