APA-OTS Politikportalanalyse: Tirol hat gewählt

Innsbruck/Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut
erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der meist genannten PolitikerInnen in den österreichischen Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (6. bis 12. Juni 2008) erreicht der Tiroler Spitzenkandidat Fritz Dinkhauser den ersten Platz. Rang zwei belegt Tirols Landeshauptmann Herwig van Staa, auf Rang drei folgt Bundeskanzler Alfred Gusenbauer.

Die Tiroler Landtagswahlen sind geschlagen und präsentieren einen überraschenden Sieger: Fritz Dinkhauser von der Liste "Bürgerforum Tirol". Er erreicht mit seiner Liste gleich auf Anhieb den zweiten Platz und verweist die Tiroler Sozialdemokraten auf Rang drei. Im aktuellen Top-30 Politikerranking kann Dinkhauser mit 1201 Nennungen den ersten Platz erobern. Dinkhauser beansprucht den Landeshauptmannsessel für sich und hält eine "Regenbogenkoalition" -eine Zusammenarbeit seiner Liste mit der SPÖ, FPÖ und den Grünen -für möglich.

Tirols Landeshauptmann Herwig Van Staa positioniert sich in dieser Woche mit 1012 Nennungen auf Rang zwei. Er führt gemeinsam mit Innenminister Günther Platter (Rang vier, 623 Nennungen) erste Koalitionsverhandlungen mit den anderen Parteien. In der Tiroler ÖVP wird zusätzlich über eine mögliche Nachfolge von Herwig Van Staa spekuliert. Landeshauptmann-Stellvertreterin Elisabeth Zanon (Neueinstieg, Rang sieben, 263 Nennungen) kündigte bereits an, für Van Staas Nachfolge zu kandidieren.

Neben der Tiroler SPÖ unter Hannes Gschwenter (Rang elf, 221 Nennungen) verloren auch die Grünen unter Georg Willi (Rang 19, 116 Nennungen) deutlich an Wählerstimmen. Einzig die Freiheitlichen unter Gerald Hauser (Rang 24, 96 Nennungen) konnten kräftig zulegen - sie verdoppelten ihren Mandatsstand und überholten die Tiroler Grünen.

Die Niederlage der beiden Koalitionsparteien bei der Tiroler Landtagswahl beschäftigt nun auch die Parteien auf Bundesebene. Die Sozialdemokraten wollen im Parteipräsidium am kommenden Montag eine ernsthafte Analyse der Tirol-Wahl vornehmen. Zudem sorgte die "Führungsdebatte" innerhalb der SPÖ für Unruhe. Besonders Bundesparteiobmann und Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (Rang drei, 920 Nennungen) steht im Mittelpunkt der Kritik, über eine mögliche Ablöse wird spekuliert. Vizekanzler Wilhelm Molterer (Rang fünf, 533 Nennungen) bekräftigte dazu, dass er ein Regierungsabkommen mit Alfred Gusenbauer habe und warnt zugleich die SPÖ vor der "Austauschdebatte": "Wenn die SPÖ meint, Gusenbauer beschädigen zu müssen, oder eine Austauschdebatte zu führen, dann wird die ÖVP die Situation neu bewerten."

Weitere Neueinstiege in das Top-30 Politikerranking: Peter Westenthaler, BZÖ (Rang sechs, 285 Nennungen), Claudia Schmied, SPÖ (Rang neun, 235 Nennungen), Peter Pilz, Grüne (Rang 16, 137 Nennungen), Erich Haider, SPÖ (Rang 21, 109 Nennungen), Heinz-Christian Strache, FPÖ (Rang 22, 105 Nennungen), Christoph Leitl, WKÖ (Rang 23, 101 Nennungen), Doris Bures, SPÖ (Rang 26, 91 Nennungen), Anna Hosp, ÖVP (Rang 27, 89 Nennungen), Harald Scheucher, ÖVP (Rang 28, 86 Nennungen) und Wolfgang Sobotka, ÖVP (Rang 28, 86 Nennungen).

Diese Woche finden sich zwölf PolitikerInnen der ÖVP und neun der SPÖ im Ranking. Grüne, FPÖ und das BZÖ können sich mit jeweils zwei VertreterInnen positionieren. Außerdem unter den Top-30: Fritz Dinkhauser vom Bürgerforum Tirol, Bundespräsident Heinz Fischer und Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl.

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at/ kostenlos abrufbar.

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