Lichtenecker: Umweltminister Pröll muss strenge Schutzmaßnahmen für Mehrwegflaschen einführen!

Dramatischer Rückgang der Mehrwegflasche muss verhindert werden

Wien (OTS) - "Umweltminister Pröll muss strenge Schutzmaßnahmen für Mehrwegflaschen schaffen, sonst sind Mehrwegflaschen Geschichte," so Ruperta Lichtenecker, Umwelt- und Energiesprecherin der Grünen. Anstelle am 18.Juni eine weitere freiwillige Selbstverpflichtung der Getränkewirtschaft zu unterzeichnen, muss BM Pröll veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen herstellen.

Bis Ende 2000 waren Mehrweg-Systeme indirekt gesetzlich geschützt, und zwar durch die "Getränkeverpackungs-Zielverordnung" des Bundes, die die Vermeidung und Verwertung von Getränkeverpackungsabfällen vorsah. Seither sind mit der Getränkewirtschaft "freiwillige Selbstverpflichtungen" vereinbart. Das Resultat ist der sukzessive Rückgang der Mehrweg-Flasche aus den Supermarktregalen. Eine Studie des Marktforschungsinstituts A.C. Nielsen belegt, dass sich im Jahr 2006 das Absatzvolumen von Mehrweggebinden im klassischen Lebensmitteleinzelhandel von 405,9 Mio. Liter auf 381,2 Mio. Liter reduziert hat. Die Bilanz für die Folgejahre dürfte noch dramatischer ausfallen, denn Coca-Cola hat heuer sein Angebot an Mehrwegflaschen gänzlich aufgelassen. Dabei stellen Mehrwegflaschen (PET- und Glasmehrwegflaschen) im Vergleich zu Einwegflaschen das ökologisch beste Getränkeverpackungssystem dar. Mehrwegflaschen tragen wesentlich zum Klimaschutz bei.

"Die derzeitige Benachteiligung von Mehrweg-Verpackungssystemen muss ein Ende haben, ein möglicher Lösungsweg ist die Einführung des Einwegpfands," so Lichtenecker.

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