Neue KÄRNTNER TAGESZEITUNG - Kommentar "Ausgeblendete soziale Gegensätze" (von Michaela Geistler-Quendler)

Ausgabe, 12. Juni 2008

Klagenfurt (OTS) - Wegschauen ist eine altbewährte Strategie, wenn man mit unvermittelbaren Bildern einer Gesellschaft konfrontiert ist. Auf der einen Seite präsentiert sich Österreich als viertreichstes Land der EU, als funktionierender Wohlfahrtststaat und als ein Standort, an dem Unternehmensgewinne rasant ansteigen. Auf der anderen Seite der Medaille steht, dass eine beträchtliche Anzahl von Pensionisten in demselben Land unter der Armutsgrenze leben muss. Neben anderen, für die es nicht einmal im Entferntesten vorstellbar ist, mit dem Einkommen, das diesen Rentnern zur Verfügung steht, ihren Alltag zu bestreiten.

Die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich in Österreich ist eine Realität, schlägt sich in Statistiken und Berichten nieder. Dass hinter jeder dieser Zahlen ein Mensch steht, gerät oft in den Hintergrund. Wächst die Kluft weiter, wird sie ein System, das auf Solidarität basiert, auch im Gesamten nicht unbehelligt lassen. Zum Hinschauen ist es dann schon zu spät.

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