Plassnik: "Menschenrechtspolitik konkret als Markenzeichen und Erfolgsgeheimnis"

Außenministerin zur Verabschiedung von Botschafter Strohal als Direktor von ODIHR

Wien (OTS) - "Politik und Diplomatie sind dort am erfolgreichsten, wo sie der einzelne spürt. 'Menschenrechtspolitik konkret' ist das eigentliche Markenzeichen und Erfolgsgeheimnis des Büros für Demokratische Institutionen und Menschenrechte in Warschau (ODIHR). Mit seinen Wahlbeobachtungsmissionen und seinem unerschrockenen Einsatz für freie und faire Wahlen leistet ODIHR darüber hinaus tagtäglich einen deutlich sicht- und spürbaren Beitrag für mehr Demokratie und Menschenrechte innerhalb der OSZE, aber auch weit darüber hinaus", erklärte Außenministerin Ursula Plassnik anlässlich der heutigen Verabschiedung des österreichischen Botschafters Christian Strohal als Direktor von ODIHR (Office for Democratic Institutions and Human Rights). Nach 5 Jahren an der Spitze von ODIHR kehrt Strohal ins Außenministerium zurück und wird demnächst die Leitung der österreichischen Vertretung bei den Vereinten Nationen in Genf übernehmen.

Plassnik: "ODIHR hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Grundpfeiler der internationalen Menschenrechtsarchitektur entwickelt. Als Menschenrechts- und Demokratisierungsarm der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa ist es die Verkörperung dessen, wofür die OSZE steht: eine belastbare Gemeinschaft von Werten und Interessen in Europa und seiner Nachbarschaft."

"Der Erfolg von ODIHR ist nicht zuletzt der konsequenten und unermüdlichen Arbeit von Botschafter Christian Strohal zu verdanken. Er hat, trotz manchmal starken Gegenwinds, unbeirrt Kurs gehalten und die Unabhängigkeit der Institution gegen Kritik von außen erfolgreich verteidigt", würdigte Plassnik den bisherigen österreichischen Direktor. "Ich bin überzeugt, dass der künftige Leiter des Büros, der slowenische Europastaatssekretärs Janez Lenarcic, diese Arbeit konsequent fortsetzen wird."

"Heute ist ODIHR ein bewährtes und anerkanntes Kompetenzzentrum und ein internationaler Standard-Setter beim Aufbau nachhaltiger demokratischer Strukturen. Es ist nicht nur Wächter und Mahner, sondern auch Bewusstseinsbildner für Menschenrechte und Demokratie. In diesem Bereich darf und kann keiner der 55 Mitgliedstaaten der OSZE Beratungsresistenz oder Selbstzufriedenheit zeigen", so die Ministerin abschließend.

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