"KURIER"-Kommentar von Michael Hugnagl: "Der Teamchef"

Bei miesen Ergebnissen wird der Trainer infrage gestellt. Auch in der SPÖ.

Wien (OTS) - Willkommen im Stadion bzw. Stadium "Zum Abgesang".
Das ist natürlich ausverkauft, weil: Die Partie muss man sehen. Die Aufstellung der Roten: Im Tor Cap, in der Viererkette Häupl, Voves, Burgstaller, Niessl, im Mittelfeld, Schmid, Berger, Bures, Buchinger, Darabos, als einzige Spitze Faymann. Diese Elf wirkt bemüht, geht aggressiv in die Zweikämpfe, versucht, die taktischen Anweisungen von Teamchef Gusenbauer zu umzusetzen. Nur: Die Ergebnisse sind ein Desaster. Daher pfeift das Volk. Und was passiert?
Die Mannschaft wird verunsichert und übt Kritik im Wohnzimmer. Für Fans und Medien ist klar: Der Trainer wird infrage gestellt. Der nämlich konnte die Anfangseuphorie nicht konservieren, vermutlich, weil nur er sie empfand. Aber er ist der Chef. Er muss die großen Entscheidungen treffen, die richtige Formation finden, die Strategie verantworten. Nur: All das gelang kaum. Weshalb sich Coach Gusi nicht wundern darf, dass er offenbar "am Ende des Tages" angelangt ist. Sieger sehen anders aus (wenn auch nicht wie Willi Molterer). Ob eine Trainerrochade der SPÖ einen Umschwung ermöglicht, ist dennoch fraglich. Aber sie wäre wohl ein symbolisches Signal für neues Selbstvertrauen. Und im Fußb..., in der Politik geht es leider nur darum.

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