Bures für verstärkte Aufklärung und Rezeptfreiheit der "Pille danach"

Wien (OTS) - "Wir müssen alles tun, um Schwangerschaftsabbrüche zu verhindern", sagt Frauenministerin Doris Bures zu den heute von "pro:woman" veröffentlichten alarmierenden Zahlen über steigende Schwangerschaftsabbrüche bei jungen Frauen. Bures tritt für eine verstärkte Aufklärung an den Schulen ein und begrüßt Projekte, wo ausgebildete SexualpädagogInnen an den Schulen unterrichten. Auch die "Pille danach" müsse ohne große Hürden zugänglich gemacht werden, setzt sich Bures für die Rezeptfreiheit der "Pille danach" ein.

Gerade für junge Mädchen am Land sei es oft schwierig, innerhalb von 12 Stunden - jener Zeitraum, wo die "Pille danach" am Wirksamsten ist - zu einem Rezept zu kommen. Bures betont ausdrücklich, dass es sich bei der "Pille danach" um keine "Abtreibungspille" handle, wie oft fälschlicherweise behauptet wird, sondern um ein Medikament, das eine Schwangerschaft verhindert. "Wenn es ein Medikament gibt, mit dem wir jungen Frauen einen Schwangerschaftsabbruch ersparen können, müssen wir auch den hürdenfreien Zugang ermöglichen", so Bures.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt aufgrund der guten Verträglichkeit und weil eine ärztliche Untersuchung vor der Einnahme nicht nötig sei, die "Pille danach" rezeptfrei zu machen. Ebenso der Oberste Sanitätsrat, das aus 39 Medizinerinnen und Medizinern aus allen Fachbereichen zusammengesetzte höchste Beratungsgremium der Gesundheitsministerin. "Ich nehme die Empfehlungen der WHO und des Obersten Sanitätsrates ernst", sagte Bures.

Die Frauenministerin setzt außerdem auch auf ein verstärktes außerschulisches Beratungsangebot in Sachen Verhütung für junge Mädchen und Frauen. Aus dem Frauenbudget werden rund 90 Mädchen- und Frauenberatungsstellen gefördert, die auch in Fragen der Aufklärung, Verhütung und Sexualität beraten. Seit heuer wird auch die Online-Plattform MonA-Net bundesweit angeboten. Diese Plattform bietet jungen Frauen und Mädchen die Möglichkeit, sich über alle Bereiche ihres Lebens, auch über Verhütung, Aufklärung und Sexualität, bei Expertinnen Rat und Hilfe zu holen.

Bures bekräftigte abschließend: "Wir müssen zuallererst auf Aufklärung und Verhütung setzen, um Schwangerschaftsabbrüche zu verhindern." Auch die Rezeptfreiheit der "Pille danach" würde mithelfen, Schwangerschaftsabbrüche zu vermeiden. "Wir müssen aber auch sicher stellen, dass jede Frau, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheidet, in ganz Österreich die beste medizinische Betreuung erhält."

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