Schatz zu EU-Arbeitszeitrichtlinie: Später Aufschrei von Gewerkschaft, AK und SPÖ unglaubwürdig

Grüne befürchten Auswirkungen der EU-Arbeitszeitrichtlinie auf nationale Gesetzgebung

Wien (OTS) - "Es ist skurril, dass ausgerechnet von Gewerkschaft, Arbeiterkammer und auch einzelnen SPÖ-PolitikerInnen jetzt plötzlich so heftige Kritik an der EU-Arbeitszeitrichtlinie geübt worden ist. Dieser Aufschrei kommt nämlich reichlich spät. Schließlich wurde vor nicht einmal einem Jahr im Nationalrat ein neues Arbeitszeitgesetz beschlossen, das massive Verschlechterungen für die ArbeitnehmerInnen mit sich brachte und von den Grünen auch heftig kritisiert wurde. Gewerkschaft, Arbeiterkammer und auch SPÖ, die nun laut aufschreien, haben damals jedoch dafür gestimmt", so die ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen, Birgit Schatz.

Dass Österreich von der neuen EU-Arbeitszeitrichtlinie keinen Gebrauch machen wird, wie Minister Bartenstein erklärt hat, glaubt die ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen nicht.
"Es ist sehr wohl zu befürchten, dass diese Richtlinie auch Auswirkungen auf die nationale Gesetzgebung haben wird. Wir werden ganz genau beobachten, ob jene, die jetzt laut aufschreien, die ArbeitnehmerInnen dann nicht wieder aus großkoalitionärer Räson im Stich lassen", so Schatz.

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