Hohe Treibstoffpreise: SWV NÖ fordert Hilfe für besonders betroffene Branchen!

Vizepräsident Johann Enne: Unterstützung für mobile Nahversorger notwendig

St.Pölten. (OTS) - Eine Unterstützung für jene Branchen, denen die hohen Treibstoffpreise besonders schwer zu schaffen machen, verlangt der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband Niederösterreich (SWV NÖ). Wie Vizepräsident Johann Enne feststellt, sind gerade die mobilen Nahversorger auf eine rasche Hilfe angewiesen.
"Die enorm gestiegenen Spritpreise erhöhen die Betriebskosten der fahrenden Lebensmittelhändler und Bäcker dramatisch. Dadurch werden nicht nur Unternehmen und Arbeitsplätze, sondern auch die Versorgung in vielen ländlichen Regionen gefährdet", warnt Johann Enne.

"Will man vermeiden, dass die hohen Treibstoffpreise zu einer rasanten Zunahme des Greißlersterbens führen, muss man nun schnell handeln. Es ist ohnehin schon problematisch genug, dass es derzeit keine spezielle Förderung für die mobilen Nahversorger gibt", kritisiert der Vizepräsident des Wirtschaftsverbandes NÖ.

"Denn die fahrenden Lebensmittelhändler erfüllen nicht nur eine wichtige Versorgungsaufgabe in benachteiligten Orten, die keine eigenen Geschäfte mehr haben. Sie leisten auch einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz, indem sie helfen, CO2-Emissionen zu vermeiden. Würden die mobilen Lebensmittelhändler und Bäcker nicht in Ortschaften ohne eigene Nahversorger kommen, müssten viele Menschen mit dem Auto in andere Orte zum Einkaufen fahren. Dadurch würden die Verkehrsbelastung und der Schadstoffausstoß deutlich steigen."

Vizepräsident Enne tritt dafür ein, dass die mobilen Nahversorger entweder von der Mineralölsteuer befreit werden oder eine spezielle Förderung für ihre Fahrtaufwendungen eingerichtet wird.
Auch andere Branchen, in denen aufgrund der hohen Treibstoffpreise die Existenz von Betrieben gefährdet ist, sollten nun durch gezielte Maßnahmen unterstützt werden. Diese Schwerpunktmaßnahmen in einzelnen Bereichen wären sinnvoller als eine generelle Senkung der Mineralölsteuer nach dem Gießkannenprinzip. Denn von einer derartigen Steuersenkung würden in erster Linie die Mineralölkonzerne profitieren, eine spürbare Entlastung der Verbraucher würde man dadurch aber letztlich nicht erreichen.

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